Zensus 2022

Postanschrift:
Erhebungsstelle Zensus 2022 Weil am Rhein
Rathausplatz 1
79576 Weil am Rhein

Kontakt:
Sabine Wevelsiep,
Leiterin der Erhebungsstelle: 07621 169 2179

Julian Pister,
Stellvertretender Leiter der Erhebungsstelle: 07621 168 9808

zensus@weil-am-rhein.de
 
Die Erhebungsstelle ist untergebracht in Weil am Rhein, Rathausplatz 5.

Was ist der Zensus?

2022 findet in Deutschland wieder ein Zensus statt. Mit dieser statistischen Erhebung wird ermittelt, wie viele Menschen in Deutschland leben, wie sie wohnen und arbeiten. Viele Entscheidungen in Bund, Ländern und Gemeinden beruhen auf Bevölkerungs- und Wohnungszahlen. Um verlässliche Basiszahlen für Planungen zu haben, ist eine regelmäßige Bestandsaufnahme der Bevölkerungszahl notwendig. In erster Linie werden hierfür Daten aus Verwaltungsregistern genutzt, sodass die Mehrheit der Bevölkerung keine Auskunft leisten muss. In Deutschland ist der Zensus 2022 eine registergestützte Bevölkerungszählung, die durch eine Stichprobe ergänzt und mit einer Gebäude- und Wohnungszählung kombiniert wird. Mit dem Zensus 2022 nimmt Deutschland an einer EU-weiten Zensusrunde teil, die seit 2011 alle zehn Jahre stattfinden soll. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde der anstehende Zensus von 2021 in das Jahr 2022 verschoben.

Wie funktioniert der Zensus?

Mit dem Zensus wird ermittelt, wie viele Menschen in Deutschland leben, wie sie wohnen und arbeiten. Es sollen alle Einwohnerinnen und Einwohner der Bundesrepublik Deutschland zum Zensusstichtag am 15. Mai 2022 gezählt werden. Dabei kommt – wie schon beim Zensus 2011 – ein Verfahren zum Einsatz, das bereits vorhandene Daten verwendet. Insbesondere werden die Meldedaten aus den Registern der öffentlichen Verwaltung genutzt. Daher sprechen wir von einem registergestützten Zensus. Eine reine Auszählung der Melderegister zur Einwohnerzahlermittlung ist allerdings nicht ausreichend, denn: Nicht alle Angaben aus den Melderegistern sind präzise und aktuell und es sind dort auch nicht alle notwendigen Basiszahlen vorhanden
Aus diesem Grund werden zusätzlich primärstatistische Erhebungen durchgeführt:

a) Haushaltebefragung auf Stichprobenbasis
Im Rahmen der Haushaltebefragung wird nur ein Teil der Bevölkerung befragt. Hier wird eine Stichprobe von Anschriften gezogen und das Ergebnis dieser Stichprobe auf die gesamte Bevölkerung hochgerechnet. Die Auswahl der Anschriften erfolgt auf der Grundlage eines komplexen mathematischen Zufallsverfahrens. Es werden alle zum Stichtag an einer Stichprobenanschrift lebenden Personen ermittelt und befragt. Die Ergebnisse der Befragung werden über Erhebungsstellen der Städte und Landkreise an die Statistischen Ämter übermittelt.

b) Vollerhebung an Anschriften mit Wohnheimen und Gemeinschaftsunterkünften
In Wohnheimen und Gemeinschaftsunterkünften ist aufgrund einer relativ hohen Fluktuation oder unzureichendem Meldeverhalten von überdurchschnittlich vielen veralteten und/oder unvollständigen Angaben in den Registern auszugehen. Deshalb findet hier eine Vollerhebung statt. Das heißt, es werden zu allen Bewohnerinnen und Bewohnern Angaben erhoben. Eine Hochrechnung ist daher nicht mehr notwendig.

c) Gebäude- und Wohnungszählung
Zum Zensus-Stichtag 15. Mai 2022 werden alle Eigentümerinnen, Eigentümer und zum Teil auch Verwalter von Wohnraum im Rahmen der Gebäude- und Wohnungszählung 2022 zu ihren Gebäuden und Wohnungen befragt. Insgesamt werden mehr als 20 Millionen Auskunftspflichtige direkt durch das Statistische Landesamt angeschrieben. Diese Vollerhebung wird ohne Beteiligung der kommunalen Erhebungsstellen durchgeführt.

Erhebungsstellen

In der Vorbereitungszeit des Zensus werden in den Kommunen Erhebungsstellen eingerichtet, die für die Organisation der Haushaltebefragung und die Befragung in den Wohnheimen und Gemeinschaftsunterkünften verantwortlich sind. Die Befragung wird von Erhebungsbeauftragten durchgeführt. Die Erhebungsstellen kümmern sich eigenverantwortlich um die Anwerbung, Betreuung, Schulung und Koordination der Erhebungsbeauftragten. Sie bilden Erhebungsbezirke und teilen die Erhebungsbeauftragten dort ein. Die Qualität der Erhebungen und der Datenschutz werden von den Erhebungsstellen fortlaufend sichergestellt. Zudem liegt die Kontrolle der Erhebungsunterlagen genauso in ihrem Verantwortungsbereich wie die Kontaktaufnahme mit säumigen auskunftspflichtigen Bürgerinnen und Bürgern, sodass am Ende die Erhebungsunterlagen vollständig an das Statistische Landesamt übermittelt werden können.

Erhebungsbeauftragte

Erhebungsbeauftragte führen die Befragungen vor Ort durch. Sie besuchen die in der Stichprobe ausgewählten Bürgerinnen und Bürger und erfassen die Daten mit einem (Online-) Fragebogen. Die Voraussetzungen für den Einsatz als Erhebungsbeauftragter sind gesetzlich festgelegt. Alle Bewerber werden von den Erhebungsstellen in den Kommunen nach den festgelegten Auswahlkriterien geprüft, z. B. müssen die Erhebungsbeauftragen mindestens 18 Jahre alt sein und sich schriftlich auf die Wahrung des Statistikgeheimnisses und zur Geheimhaltung der Erkenntnisse, die sie während und nach ihrer Tätigkeit gewonnen haben, verpflichten. Ab dem Zensusstichtag 15. Mai 2021 beginnen die Erhebungsbeauftragten mit den persönlichen Befragungen in Haushalten und Gemeinschaftsunterkünften aus der Stichprobe. Davor werden sie noch in einer eintägigen Schulung auf ihre Tätigkeit vorbereitet. Ein spezieller Ausweis bestätigt die Rechtmäßigkeit ihrer Arbeit. Für die Tätigkeit erhalten die Erhebungsbeauftragten eine steuerfreie Aufwandsentschädigung.

Interessierte Personen können sich unter zensus@weil-am-rhein.de oder telefonisch unter 07621 169 2179 melden.

Weitere Informationen gibt es hier:

FAQ zum Zensus 2022

Flyer zum Zensus 2022 (506 KB)