Mit der gezielten energetischen Sanierung von Stadtquartieren fördert die Stadt Weil am Rhein Maßnahmen zur Reduzierung von Energieverbrauch und CO²-Emissionen und fördert zukunftsorientierte Energieversorgungslösungen für die Bewohnerinnen und Bewohner. Neben diesem konkreten Beitrag eines jeden teilnehmenden Haushalts zum Klimaschutz wird auch bares Geld gespart!
Energetisches Quartierskonzept Leopoldshöhe
Ziele des Konzepts:
Reduzierung der CO2-Emissionen im Quartier
Reduzierung der Energiekosten und des Energieverbrauchs für die Bewohner
Verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien
Zukunftsorientierte und unabhängige Energieversorgungslösungen zum Beispiel Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung (KWKK), Photovoltaik etc.
Identifikation von Gebäuden mit hohem Sanierungsbedarf und eine erste Wirtschaftlichkeitsberechnung
Wie können Sie davon profitieren?
Mit diesem Quartierskonzept bieten wir Ihnen folgende Leistungen kostenlos an:
eine Thermografieaufnahme Ihres Gebäudes, als Dankeschön für einen ausgefüllten Fragebogen
Informationen über Anschlussmöglichkeiten an das entstehende kommunale Nahwärmenetz
Orientierungshilfe bei der energetischen Gebäudesanierung (Technik– und Fördermittelberatung)
Sie haben Interesse?
Melden Sie sich bei Lena Klietz von endura kommunal und lassen sich beraten, welche Möglichkeiten Sie haben (Tel. 0761 / 386 90 98 14 / E-Mail maximilian.schmid@endura-kommunal.de).
Das Konzept
Mit der Erarbeitung einer Quartiersanalyse hat die Stadt Weil am Rhein die Beraterfirma Endura Kommunal GmbH beauftragt. Das Projekt wurde mit Mitteln auf dem KfW-Förderprogramm "Energetische Stadtsanierung" gefördert. Am "Integrierten energetischen Quartierskonzept Leopoldshöhe" sind die Stadtwerke Weil am Rhein, die städtische Wohnbau GmbH und die Elektrizitätswerke Schönau beteiligt.
Zum Abschluss des energetischen Quartierskonzept für Friedlingen-Süd organisierte endura kommunal eine Informationsveranstaltung für Gebäudeeigentümer*innen. Die Themen waren "Schritt für Schritt zur Photovoltaikanlage" und "Gebäudesanierung und staatliche Förderung".
Claus Mening, Projektmanager und Vertriebsleiter bei ageff solar, und Georg Hoffmann, selbständiger Gebäudeenergieberater, stunden Rede und Antwort. Die Moderation übernahm Sarah Jenne von endura kommunal.
Die Präsentationen sowie eine Aufzeichnung der Veranstaltung können Sie hier einsehen:
Senkung von Energieverbrauch, -kosten und CO<sub>2</sub>-Emissionen
Vermehrte Nutzung von regenerativen bzw. CO<sub>2</sub>-armen Technologien zur Energiebereitstellung
Identifikation und Entwicklung energetischer Sanierungsmaßnahmen an den im Quartier gelegenen privaten und kommunalen Liegenschaften
Identifikation und technisch-wirtschaftliche Bewertung von Maßnahmen zur sektorübergreifenden Energieversorgung z. B. über die Möglichkeiten einer Nahwärmeversorgung
Ergebnisse der Potenzialanalyse:
Die derzeitigen CO2-Emissionen des Quartiers betragen rund 3.900 Tonnen jährlich.
Der Großteil der Gebäude verfügt über einen nur unzureichenden energetischen Standard. Rund 2/3 der Gebäude sind überhaupt nicht oder nur schwach wärmegedämmt.
Laut den vorliegenden Daten werden sämtliche Gebäude des Quartiers mit fossilen Brennstoffen beheizt (Erdgas 98 %, Heizöl 2 %). Rund die Hälfte der Heizungsanlagen ist bereits heute über 20 Jahre alt.
Derzeit werden nur 5 % der Dachflächen energetisch genutzt. Allein durch die Nutzung von 40 % der potenziell für PV geeigneten Flächen können 45 % der derzeitigen CO2-Emissionen des Quartiers im Strombereich eingespart werden.
Ergebnisse der Maßnahmenentwicklung:
Aus den Ergebnissen der Potenzialanalyse wurden die folgenden umsetzungsbezogenen Maßnahmen abgeleitet:
Maßnahmenpaket
Maßnahme
Priorität
Förderung Nutzung von Solarenergie
Beratung und Aktivierung der Gebäudeeigentümer zur verstärkten PV- und Solarthermienutzung
hoch
Entwicklung eines städtischen Förderprogramms für PV
hoch
Mieterstrom
Aktivierung von potentiellen Betreibern für Mieterstrommodelle
mittel
Beratung der Gebäudeeigentümer und Vernetzung mit potentiellen Betreibern
mittel
Zentrale Wärmeversorgung
Planung Ausbau des Wärmenetzes nach Friedlingen Süd (ab ca. 2025)
mittel
Regelmäßige Information zu den Nahwärmeplanungen
niedrig
Energetische Sanierung
Durchführung energetischer Sanierungen der kommunalen Gebäude
hoch
Begleitung der Gebäudeeigentümer bei der energetischen Sanierung
hoch
Erhöhung der Kapazität der Handwerksbetriebe zur energetischen Sanierung (Fachkräftesicherung)
hoch
Bürger- und Akteuersbeteilugung
Werbung für Energie- und Fördermittelberatung
mittel
Werbung für den Einsatz effizienter und erneuerbarer Technik
hoch
Förderung und Werbung für Energieberatung bei Wohnungseigentümergemeinschaften, Wohnungsbaugenossenschaften und Firmen
hoch
Information der Mieter über Einsparmöglichkeiten von Energie und den damit verbundenen Kosten (Flyer, Briefe)