Gutes tun in der Gemeinschaft
Staubwedel und Greifzange: Sobald die ersten warmen Sonnenstrahlen den Winter vertreiben, regt sich bei Menschen der Wunsch nach frischer Luft, Klarheit und einem Neuanfang in den eigenen vier Wänden. Fenster werden geöffnet, Schränke ausgemistet, Wohnungen und Häuser auf Hochglanz gebracht. Doch warum sollte der Frühlingsputz eigentlich an der eigenen Haustür enden? Nicht nur die Wohnung freut sich über ein Reinemachen – auch die Natur gewinnt, wenn ihr ein wenig Ordnung zurückgegeben wird.
Am 21. März zwischen 14 und 16 Uhr wäre die beste Gelegenheit dazu. Dann steigt die Premiere des Frühjahrs-Cleanups in Weil am Rhein. Zum ersten Mal gilt es im Rahmen der Kampagne „Weil.Sauber.Besser.“ pünktlich zum Frühlingsstart ein Zeichen für den Umweltschutz zu setzen. Gemeinsam sollen Straßen, Wälder und Flussufer von achtlos weggeworfenem Müll befreit werden.
Die Projektleiterinnen Olga Anselm und Rebeka Schiessl freuen sich auf dieses gemeinschaftliche Event in der 3-Länder-Stadt: „Lasst uns gemeinsam rausgehen und sammeln, was die Säcke halten. In einer Sternformation bewegen wir uns alle in Richtung Abschlusshock, wo wir dann zusammenkommen, uns austauschen und unsere Putzaktion gemeinsam feiern.“
Mitmachen ist ganz einfach: Die Anmeldung (wichtig für die Planung des Cleanups) erfolgt über die Internetseite der Stadt Weil am Rhein (www.weil-am-rhein.de/start/stadt/weil+sauber+besser) oder per Mail an wsb@weil-am-rhein.de. Dort sollte auch angegeben werden, ob Greifzangen, Warnwesten oder Müllsäcke benötigt werden. Mitzubringen sind am Aktionstag selbst dann eigene Trinkflaschen und Handschuhe.
Nicht nur in Weil am Rhein findet an diesem Tag dieser spezielle Frühlingsputz statt. In Grenzach-Wyhlen organisiert Matthias Scharenberg bereits zum siebten Mal den GWCU (Grenzach-Wyhlen Cleanup). Seit über drei Jahren findet der Cleanup in der Doppelgemeinde am Hochrhein zweimal jährlich statt – mit jeweils mehr als 300 Teilnehmenden. Mit von der Partie ist auch Rheinfelden dank der Initiative von Nina Edle sowie Walter und Reinhard Pfeiffer.
Olga Anselm und Rebeka Schiessl ziehen die Fäden in Weil am Rhein. Hier wird der 1. Frühjahrs-Cleanup auf dem Rathausplatz mit einem Abschlusshock ausklingen. Hier erwartet Oberbürgermeisterin Diana Stöcker die Teilnehmenden. Es gibt ein Vesper sowie Infostände und Kinderbasteln. „Wir finden es wichtig, dass wir nach getaner Arbeit zusammenkommen, um miteinander ins Gespräch zu kommen und uns im Sinne des Umweltschutzes weiter zu vernetzen“, erklärt Schiessl.
Die Kampagne „Weil.Sauber.Besser“ wurde im vergangenen Jahr ins Leben gerufen und kann schon einige Erfolge verweisen. So wurden bislang beispielsweise zwölf Säuberungsaktionen durchgeführt. Mehr als 600 Personen nahmen daran teil und sammelten auf mehr als vier Quadratkilometern sage und schreibe 6,3 Tonnen Müll ein. Weitere Aktionen und Maßnahmen, die zur Sensibilisierung, Aufklärung und Umweltbildung beitragen sollen, werden folgen.
Den Zigarettenstummeln, Einwegverpackungen, Flaschen und Dosen, die achtlos weggeworfen werden, geht es am 21. März auch in Märkt an den Kragen. Dann findet dort wieder die so genannte Dorfputzete statt. Von 9 bis 12 Uhr heißt das Motto „Märkt am Rhy soll suuber sii“. Treffpunkt ist an der Altrheinhalle. Für alle Helferinnen und Helfer gibt es nach getaner Arbeit ein Mittagsvesper.
„Das Beste dieser Cleanups ist, dass der Erfolg sofort erkennbar ist. Die Säcke sind voller Müll, die Wege sind sauber, die Ufer vom Unrat befreit. Das motiviert und schafft ein starkes Gemeinschaftsgefühl. Menschen, die sich vorher gar nicht kannten, arbeiten zusammen. Das stärkt lokale Netzwerke und schafft ein Gefühl von Zusammenhalt. Cleanups inspirieren andere Menschen, selbst aktiv zu werden und zeigen, dass Engagement im Kleinen durchaus große Wirkung haben kann“, macht Anselm deutlich.
