Stadtteile

Die rund 30.000 Einwohner von Weil am Rhein verteilen sich neben der Kernstadt, Altweil, Friedlingen und Otterbach auf die in den 1970er Jahren eingemeindeten Stadtteile Haltingen, Ötlingen und Märkt.

Gemeinsames Mitteilungsblatt für die Stadtteile: Jeden Donnerstag erscheinen die " Haltinger Mitteilungen mit Informationen für Ötlingen und Märkt " unter Regie der Ortsverwaltung Haltingen.

Kontakt zu den Ortsverwaltungen gibt es in dieser Übersicht.

Haltingen

Haltingen ist heute mit der Kernstadt von Weil am Rhein am dichtesten verwachsen. Das Schienennetz des Rangierbahnhofs umgreift den Stadtteil Haltingen genauso wie die Leopoldshöhe. Der Wein- und Obstanbau war viele Jahrhunderte lang Haltingens Haupterwerb. Die Eisenbahn kam im 19. Jahrhundert und veränderte Haltingen, lange bevor Weil den Bahnanschluss bekam. Heute betreibt die Bundesbahn in Haltingen große Bahnbetriebswerke. Haltingen war bis in das 20. Jahrhundert hinein ein typisches Markgräfler Haufendorf mit engen Gassen, verwinkelten Höfen, Trotten und Scheunen. 1940 geriet das Dorf unter Artilleriebeschuss und brannte fast vollkommen nieder. Die St. Georgskirche ist rund 850 Jahre alt. Der Weinanbau ist heute noch von Bedeutung. Die Vermarktung des Weins findet über die Winzergenossenschaft statt.

Ötlingen

Am Westhang des Tüllinger Berges liegt der Stadtteil Ötlingen. Ein klassisches "Rebdorf", das seine historisch gewachsene Substanz bis heute zu einem großen Teil erhalten konnte und bei Touristen wie Einheimischen gleichermaßen mit seinem pittoresken Charme einnimmt. Der Eingemeindungsvertrag mit der Stadt Weil am Rhein wurde 1971 unterzeichnet. In einem Zusatzabkommen bekam Ötlingen eine eigene Ortschaftsverfassung, die zahlreiche Entscheidungsbefugnisse im Dorf belässt. Entscheidende Impulse für den Erhalt des wertvollen, denkmalgeschützten Ortsbilds wurden durch die »Dorfentwicklung «, ein Sanierungsprogramm des Landes, gegeben. Mit dessen Hilfe gelang es, weite Teile der aus dem 16. und 17. Jahrhundert stammenden Architektur so zu sanieren, dass Ötlingen, als preisgekröntes Musterdorf des südlichen Markgräflerlands, weit über Weil am Rhein hinaus bekannt wurde.

Der Weinbau, die ausgedehnte Rebfläche in der südlichen Bergkehle unterhalb des Dorfes, bestimmt noch immer den Grundcharakter Ötlingens. Der Ort gilt als einer der beliebtesten Wohnorte der Stadt. Ein Neubaugebiet schließt sich an den Dorfkern im Norden an. Um in Ötlingen auch in Zukunft Wohnmöglichkeiten bieten zu können, denkt man daran, die großen, zum Teil leerstehenden Scheunen am nördlichen Dorfrand umzubauen und durch stilgerechte Neubauten zu ergänzen. Berühmt in der ganzen Stadt: Die »Ochsen«-Terrasse mit dem Blick weit über die Basler Bucht. Ein Höhepunkt für Weil am Rhein.

Märkt

Heute ist nichts mehr davon zu erkennen, dass Märkt vor gar nicht langer Zeit ein kleines Fischerdorf gewesen ist, in dem die Menschen von der Fischerei lebten. Der Rhein ist heute relativ weit weg vom Ortskern, zudem trennt die Autobahn das Dorf von seiner einstigen Lebensader. Lediglich einige Erinnerungsstücke an Märkter Häusern weisen noch darauf hin, dass der Rhein vor seiner Regulierung bis an den Dorfrand grenzte und Fischreichtum mit sich brachte. Lediglich das einmal jährlich stattfindende Fischerfest zeugt noch davon. Ein beliebtes Ereignis, das jedes Jahr zahlreiche Gäste aus der Stadt anlockt.

Märkt hat von seiner alten Substanz, bis auf Teile der Kirche, nichts mehr behalten. In den letzten Kriegsmonaten des Zweiten Weltkriegs wurde das Dorf fast völlig zerstört. An seiner reichen Vergangenheit ändert das nichts, denn auch Märkt kann auf eine mindestens 900jährige Geschichte zurück blicken. Das Dorf wurde 1975 nach Weil am Rhein eingemeindet. Ein kleines Gewerbegebiet bietet der heutigen Wohngemeinde im fruchtbaren Rheinvorland Arbeitsplätze. Märkt ist somit ein Bindeglied zwischen Stadt und Rebland. Und wer auf dem Dammweg den Rhein entlang wandern will, der startet gern beim Märkter Stauwehr, wo die Auenlandschaft beginnt und der Rhein in sein natürliches Bett zurückfindet.