Ein echter Glücksfall
Seit dem 17. Dezember ist Claudia Falb offiziell Schulleiterin der Hans-Thoma-Schule in Haltingen. Bei ihrer jüngst stattgefundenen Amtseinführung zeigte sich die Feier bunt und vielfältig. Musikalische Beiträge der Schülerinnen und Schüler umrahmten das kurzweilige Programm, das selbstverständlich auch herzliche Grußworte enthielt.
Claudia Falb steht bereits seit längerer Zeit an der Spitze der Schule – zunächst als Konrektorin, anschließend als Teil eines vertretenden Schulleitungsteams und seit Beginn des Schuljahres als kommissarische Schulleiterin. „Sie sind ein Glücksfall für die Schule. Sie haben sich von Anfang an mit großem Engagement, vielen Ideen sowie mit viel Empathie und Einfühlungsvermögen in Ihre neue Aufgabe eingebracht“, betonte Oberbürgermeisterin Diana Stöcker.
Sie zeigte sich erleichtert darüber, dass die Hans-Thoma-Schule nach einer langen Zeit ohne reguläre Schulleitung wieder eine feste Führung hat. Die beiden Standorte im Ober- und Unterdorf stellten besondere Herausforderungen dar. „Es braucht in Haltingen einfach jemanden, der die Kapitäninnenmütze aufhat“, so Stöcker.
Mehr als drei Jahre Vakanz gehören nun der Vergangenheit an – drei Jahre, in denen Eltern, politische Gremien und die Stadtverwaltung Weil am Rhein als Schulträger immer wieder betonten, dass die Übergangszeit zu lange dauere und eine schnellere Lösung notwendig sei.
Daher bedankte sich die Oberbürgermeisterin besonders bei Björn Tscharntke, Stefanie Kapfer und Stephan Hölscher, die kommissarische Schulleitungen neben ihren eigenen Schulen die Hans-Thoma-Schule durch die schwierige Übergangszeit geführt hatten.
Claudia Falb sei es in den vergangenen Monaten gelungen, Struktur und Ruhe in den Schulalltag zu bringen und verschiedene Herausforderungen erfolgreich zu meistern. „Ihnen liegt ein lebendiges Schulleben besonders am Herzen.“ Dies zeige sich in Schulfesten sowie vielfältigen Projekten und Aktionen – etwa dem Instrumentalunterricht in Kooperation mit der Musikschule oder Resilienztrainings für die Kinder.
Die Aufgabe einer Grundschulleitung bleibe anspruchsvoll, so Stöcker weiter. Schulen stünden vor großen Herausforderungen, um Kinder bestmöglich zu fördern und die Bildungsqualität zu sichern und weiterzuentwickeln. Neue Programme seien wichtige Bausteine, verlangten den Schulleitungen aber auch viel Organisation und Koordination ab.
„Als Schulträger bieten wir Ihnen unsere volle Unterstützung an. Unsere Tür steht jederzeit offen. Wir haben ein offenes Ohr für Ideen, Anliegen und die Weiterentwicklung der Schule. Wie in der Vergangenheit auch schon ist und bleibt unser Ziel, gute und pragmatische Lösungen zu finden“, versicherte Stöcker – auch im Beisein von Ortsvorsteher Peter Reinacher, Hauptamtsleiterin Annette Huber und Norbert Nußbaumer von der Abteilung Schule & Sport.
Schulamtsleiter Rudolf Schick bedankte sich bei allen, die dazu beigetragen hätten, dass dieser „große Glücksfall“ nun eintreten konnte. Er erinnerte daran, dass die Hauptlast die Schule und das gesamte Kollegium getragen hätten. Schick lobte die Schulgemeinschaft und die Stadtverwaltung, die als „hervorragender Schulträger“ bekannt sei.
Im Namen des Kollegiums würdigte auch Birgit Moser, seit mehr als 30 Jahren Lehrerin an der Hans-Thoma-Schule und derzeit kommissarische stellvertretende Schulleiterin, ihre „neue“ Chefin: „Ohne große Gesten, ohne Tamtam hast du in kürzester Zeit mit Klarheit, Ruhe, einem weiten Herz, Engagement und Fleiß das Vertrauen der Kolleginnen und Kollegen gewonnen.“
Falb selbst war einfach nur dankbar für die breite Unterstützung und freute sich auf die Aufgabe, in deren Mittelpunkt die Kinder stünden, die mit ihrer Neugier diese Arbeit bereichern und ihr und dem Kollegium jeden Tag zeigen würden, „warum sich unsere Arbeit lohnt“. Ihr Ziel: „Die Schule zu einem Lebensraum zu machen, in dem alle wachsen können.“
