Mehr als nur perfektes Licht und warme Duschen

Stadtverwaltung Weil am Rhein unterstützt den Sport und die Vereine in vielfältiger Art und Weise

Patrick Da Rugna, neuer Sachgebietsleiter Schulen und Sport sowie Thomas Klug (stellvertretender Leiter des Amts für Gebäudemanagement und Umweltschutz) präsentieren die neue Beleuchtungsanlage der Markgrafensporthalle, die  derzeit angebracht wird. Foto: Stadtverwaltung Weil am Rhein / Bähr

Sportstadt Weil am Rhein: deutlich sichtbar ist dieser Slogan auf einer Werbetafel in der Markgrafensporthalle zu sehen. Dass das nicht nur leere Versprechungen sind, zeigen die Maßnahmen deutlich, die die Stadtverwaltung auch in diesem Jahr wieder durchgeführt oder geplant hat. Nutznießer sind die vielen Vereine der Stadt. Beispielsweise wird derzeit die Markgrafensporthalle sprichwörtlich ins rechte Licht gerückt.
 
Patrick Da Rugna, neuer Sachgebietsleiter Schulen und Sport und Nachfolger von Norbert Nußbaumer, sowie Thomas Klug (stellvertretender Leiter des Amts für Gebäudemanagement und Umweltschutz) haben zum Vor-Ort-Termin geladen. In der Halle sind derweil die Elektriker damit beschäftigt, die neue Beleuchtungsanlage unter das Hallendach anzubringen. In luftiger Höhe wird geschraubt.
 
 
Markgrafensporthalle
 
Statt 108 Leuchtstoffröhren werden es künftig 24 LED-Leuchten sein, die für eine höhere Beleuchtungsstärke sorgen. „500 Lux statt 300“, lässt Klug wissen und verweist zudem auf die einhergehende Einsparung von Stromkosten. Das sind doch blendende Nachrichten für die Nutzerinnen und Nutzer, wie etwa die Handballer der HSG Dreiland, die Volleyballer des VC Weil oder auch die Faustballer des TV Weil.
 
„Die geforderte Beleuchtungsstärke wurde nicht mehr erreicht“, erklärt Klug die Austauschmaßnahme. Zudem dürften die 2006 installierten Leuchtstoffröhren (T8-Röhren) nicht mehr produziert werden. So sei man bei der Anschaffung auf Lagerbestände angewiesen, die einen höheren Preis nach sich zögen. 20 Prozent der Leuchtmittel und entsprechende Vorschaltgeräte seien zuletzt defekt gewesen, weiß Klug.
 
Die Markgrafensporthalle wird derzeit mit blendungsarmen und ballwurfsicheren LED-Leuchten ausgestattet. Rund 50.000 Stunden sollen diese dann halten, so fordert der Fördermittelgeber. Die alten sowie die dazugehörigen Elektroleitungen sind zuvor zurückgebaut und die neuen Versorgungsleitungen verlegt worden. Übrigens auch für die Sicherheitsbeleuchtung, die in diesem Zuge ebenfalls erneuert wird.
 
Die Sicherheitsbeleuchtung war 2012 eingebaut worden und entspricht nicht mehr dem heutigen Stand der Technik. „Sie ist noch in Funktion und wird jährlich gewartet, allerdings sind keine Ersatzteile mehr für Leuchtmittel und Steuerung erhältlich. So müssen gegebenenfalls Sonderanfertigungen bestellt werden“, informiert Klug. Der Austausch der Sicherheitsbeleuchtung wird zu einem Teil in diesem Jahr und zum anderen im kommenden Jahr durchgeführt.
 
Die Kosten für die neue Sporthallen- und Sicherheitsbeleuchtung betragen rund 85.000 Euro. Das Bundesamt für Ausführwesen fördert die Bauleistung und die Fachplanung für den Teil der Hallenbeleuchtung mit 15 Prozent.
 
 
Sportanlage Nonnenholz
 
Der in die Jahre gekommene Sanitärtrakt im Nonnenholz bekommt ebenfalls eine Frischzellenkur verpasst. Nach der Sanierung des Daches im vergangenen Jahr war 2026 bereits der Austausch des Pelletkessels an der Reihe, nachdem der alte immer wieder ausgefallen war. Mit einem vollständigen Ausfall musste gerechnet werden.
 
Verschiedene Versorgungsvarianten wurden von einem Planungsbüro unter die Lupe genommen. Eine Wärmepumpe eignete sich jedoch wirtschaftlich nicht, da der Erzeuger eine hohe Leistung bereitstellen muss, um warmes Wasser in allen vier Kabinen zur Verfügung zu stellen. Ein Nahwärmeanschluss ergab ebenfalls keine Empfehlung, da die Anschlussleistung einer Übergabestation sehr groß dimensioniert werden müsste, um eine hohe Leistung für einen kurzen Zeitraum (Duschtätigkeit) bereitzustellen.
 
Durch den Ersatz des Pelletkessels konnte die vorhandene Infrastruktur mit Pelletbunker, Förderschnecken oder Pufferspeicher etwa, übernommen werden. Die Kosten beliefen sich auf rund 90.000 Euro. Der Bund förderte die Maßnahme mit 30 Prozent. Nun soll in diesem Jahr noch der Austausch der Fenster erfolgen. Kostenpunkt hier rund 20.000 Euro.
 
In gut einem Monat soll der Startschuss für die Sanierung der Halbrunden der Leichtathletikbahn im städtischen Stadion beginnen, die auch die Anschaffung einer neuen Stabhochsprunganlage für die Leichtathleten des ESV Weil beinhaltet. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 750.000 Euro
 
Als weitere Maßnahmen sind in 2026 geplant: Auf dem Sportplatz in Haltingen wird ein Multifunktionsschuppen errichtet (Kosten: rund 25.000 Euro). Des Weiteren wurden Sportgeräte ausgetauscht, die nach der regelmäßig stattfindenden Inspektion nicht mehr genutzt werden können. Die Kosten betragen hier rund 10.000 Euro.
 
 
Sportförderrichtlinie
 
Für Patrick Da Rugna steht fest, dass sich die Sportstätten in städtischer Hand überwiegend in einem guten Zustand befinden und die Vereine, rund 20 sind es an der Zahl, die die städtische Infrastruktur nutzen, gute Bedingungen vorfinden. Neben den vielfältigen Bau- und Instandhaltungsmaßnahmen oder Neuanschaffungen werden Weils Vereine auch anderweitig finanziell unterstützt.
 
 „Dafür sorgen unsere durchaus großzügigen Sportförderrichtlinien“, lässt Da Rugna wissen. Unter diese freiwillige Leistung der Stadt fallen etwa Jugendzuschüsse, Übernahme von Reisekosten für die Teilnahme an Meisterschaften oder auch die kostenfreie und vergünstigte Überlassung von Turn-, Sport- und Mehrzweckhallen sowie Freiluftflächen.