Geschichte, Kultur und viele Gespräche
Lebendiges Miteinander: Interessante Einblicke in die Geschichte, Wissenschaft, Natur und Kultur in der Region rund um Trebbin haben in der vergangenen Woche die Delegationen der Städtepartnervereine aus Bognor Regis und Weil am Rhein erhalten. Sie waren zum Partnerschaftstreffen in der märkischen Partnerstadt Trebbin zu Gast. Ausreichend Raum gab es zudem für vertiefende Gespräche und schöne Begegnungen.
Dass die Partnerschaft zwischen Trebbin, Bognor Regis und Weil am Rhein lebt, zeigten die abwechslungsreichen Tage in Brandenburg. 15 Vertreter des Weiler Städtepartnervereins sowie Bürgermeister Lorenz Wehrle und Hauptamtsleiterin Annette Huber weilten ebenso in der mehr als 810 Jahre alten märkischen Kleinstadt nahe Berlin, wie auch 17 Personen aus dem englischen Seebad in West Sussex.
Das Trebbiner Organisationsteam hatte ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt und wollte den Gästen unter anderem die Veränderungen der letzten Jahre in den Ortsteilen vorstellen. Im Ort Thyrow, der schon lange vor der urkundlichen Ersterwähnung von 1346 als slawische Siedlung existierte, beherbergt beispielsweise die Lehr- und Forschungsstation Pflanzenbauwissenschaften der Humboldt-Universität Berlin. Hier gab es eine fachkundige Führung.
Ebenfalls stand ein Spaziergang durch den Park und das Gutshaus in Märkisch Wilmersdorf auf dem Programm. Dort gab es Einblicke in die Geschichte des historischen Ensembles und die Entwicklung der denkmalgeschützten Parkanlage.
Der Abendempfang, zu dem Trebbins Bürgermeister Ronny Haase einlud, fand im NaturParkZentrum am Wildgehege Glauer Tal statt. Dort würdigte Haase auch die seit 36 Jahren bestehende Partnerschaft mit Weil am Rhein. Die hatte ihre Anfänge vor über 60 Jahren durch Treffen der Kirchengemeinden genommen. Wenig später wurde dann auch mit der südenglischen Stadt Bognor Regis die Städtepartnerschaft besiegelt.
Die Gäste erkundeten zudem die wunderschöne Region rund um Potsdam, weilten am Templiner See und besuchten Caputh an der Havel. In Potsdam stattete die Gruppe dem Wissenschaftspark „Albert Einstein“ einen Besuch ab, ehe die Gruppe in Caputh an der Havel am Templiner See Station machte.
Natürlich stand auch ein Ausflug nach Berlin auf dem Programm, wo ein geführter Besuch des „Deutschlandmuseums“ und des Bundestages organisiert wurde. Am selben Tag ging zudem der Partnerschaftsabend im Parkhotel Trebbin über die Bühne. Dort blickten die Anwesenden auch auf das kommende Jahr. 2027 wird nämlich das 40-jährige Bestehen der Städtepartnerschaft zwischen Bognor Regis und Weil am Rhein gefeiert. Gleichzeitig wird auch der Städtepartnerverein Weil am Rhein 40 Jahre alt, dessen Gründung Voraussetzung für diese Partnerschaft war.
Großes Engagement hat einmal mehr der Städtepartnerschaftsverein Trebbin gezeigt. Gerade die Vorsitzende des Städtepartnerschaftsvereins, Bärbel Bartl, beweist dabei unermüdlichen Einsatz. Sie wurde dieses Jahr beim Frühjahrsempfang des Landkreises Teltow-Fläming mit dem Teltow-Fläming-Preis, der höchsten Auszeichnung des Landkreises, geehrt. Damit wurden ihre langjährigen Verdienste um die Pflege und den Ausbau der partnerschaftlichen Beziehungen gewürdigt. Bürgermeister Haase betonte, dass die lebendige Städtepartnerschaft ohne den Einsatz engagierter Menschen wie sie nicht möglich wäre.
Ins selbe Horn stößt Weils Bürgermeister Lorenz Wehrle: „Die Mitglieder unserer Städtepartnerschaftsvereine leisten seit Jahrzehnten etwas, das man nicht hoch genug schätzen kann. Durch ihr unermüdliches ehrenamtliches Engagement halten sie die Beziehungen zu unseren Partnerstädten lebendig, menschlich und belastbar. Sie bauen Brücken, wo andere vielleicht Mauern sehen, und schaffen Begegnungen, die weit über formale Verträge hinausreichen.“
