Dank neuem Domizil für Zukunft gerüstet

Offizielle Schlüsselübergabe für neue Räumlichkeiten für DRK und DLRG im Hafengebiet

Den symbolischen Schlüssel für das neue Blaulichtzentrum im Rheinhafen übergeben Weils Oberbürgermeisterin Diana Stöcker und Stephanie Rutschmann (Rhenus Freight Logistics GmbH & Co. KG) zur Freude aller Beteiligten an die Vertreterinnen und Vertreter des DRK, Stefan Ohm und Elena Wlaschny, und der DLRG in Person von Martin Pernak. Foto: Stadtverwaltung Weil am Rhein / Bähr

Es tut sich was: Bei der offiziellen Schlüsselübergabe der neuen Räumlichkeiten in der Mülhauser Straße war den Verantwortlichen der örtlichen Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) und des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Weil am Rhein-Haltingen die Vorfreude deutlich anzumerken. Beide Organisationen haben bereits einige Arbeitseinsätze vor Ort geleistet. Bis sie aber um- und einziehen können, werden noch ein paar Monate vergehen.
 
Beim Vor-Ort-Termin inklusive der Übergabe des symbolischen Schlüssels durch die Stadtverwaltung, die das Grundstück inklusive der Gebäude von der Rheinhafengesellschaft im Oktober erwarb, konnte man schon den einen oder anderen Baufortschritt begutachten. Schließlich müssen die Gebäude noch dem künftigen Bedarf angepasst werden.
 
Diese Maßnahmen, die durch das Architektenbüro Herzog begleitet werden, umfassen den Einbau von drei neuen Rolltoren in der Stahlhalle und die Erneuerung der zwei Bestandstore im Massivbau, das Aufbrechen von Stahlbetonaufkantungen und das Schaffen von Fundamenten für Tore in der Stahlhalle. Es finden zudem allgemeine Rückbauarbeiten statt, des Weiteren werden Wasser-/Abwasser-/Lüftungsanschlüsse für Container in die Hallen gelegt.
 
Nicht zuletzt finden Anpassungen und Ergänzungen im Bereich der Heizungs-, Lüftungs- und Sanitär- sowie Elektroinstallationen statt, werden Maler-, Bodenbelags- und Renovierungsarbeiten durchgeführt, der Brandschutz ertüchtigt und Stellplätze im Hof hergestellt. Rund 180.000 Euro werden von Seiten der Stadt dafür aufgebracht.
 
Alles, was den individuellen Bedarf in den Büro- und Gemeinschaftsflächen betrifft, wie Sanitärräume etwa, tragen die beiden Organisationen selbst. Das DLRG schafft für das neue, zentrale Domizil im Rheinhafen Container an, die als Trockenraum, als Umkleide/WC Herren und als Umkleide/WC Damen genutzt werden sollen. Ihre Büros richtet es nach den eigenen Anforderungen her.
 
Das DRK wird Räume einbauen lassen, die als Umkleide / WC für Herren beziehungsweise für Damen und als Lager dienen. Und auch sie richten die Büros nach ihren eigenen Vorstellungen ein.
 
Die Stahlhalle wird durch die DLRG als Garage für ihre Einsatzfahrzeuge genutzt.  Außerdem beabsichtigt die Organisation hier die Umkleide- und Sanitärräume sowie den Trockenraum für die persönliche Schutzausrüstung unterzubringen. Im Gebäude dienen die Räume auf der Westseite im Erdgeschoss und dem Obergeschoss der DLRG als Büro, Lager und Werkstatt. Auch bekommen die Jugendlichen einen Aufenthaltsraum und für Seminare ist nun ebenfalls genügend Platz vorhanden.
 
Das DRK möchte die Halle im Erdgeschoss als Garage für ihre Einsatzfahrzeuge sowie als Lager nutzen. Im zweiten Obergeschoss, das sich über die gesamte Fläche des Gebäudes erstreckt, befinden sich dann Schulungs- und Büroräume sowie eine große Küche.
Die künftige jährliche Miete für DLRG und DRK beträgt jeweils 1.000 Euro (Kaltmiete). Die Nebenkosten werden jeweils selbst getragen. Es wurde eine Nutzungsvereinbarung über eine Laufzeit von jeweils 15 Jahren mit einer Verlängerungsoption um weitere fünf Jahre abgeschlossen.
 
Oberbürgermeister Diana Stöcker zeigte erfreut darüber, dass man nach langer Vorgeschichte und der Suche nach einem besseren Domizil eine Lösung finden konnte, die auf Zustimmung aller Beteiligten stieß. „Es ist die richtige Entscheidung für die Zukunft der ehrenamtlichen Organisationen.“
 
Bürgermeister Lorenz Wehrle ließ seine Blicke durch die große Halle schweifen und war einfach nur erleichtert, dass die Gebäude doch nicht wie ursprünglich geplant der Abrissbirne zum Opfer fielen. „Dieses Objekt hat in weiten Teilen Neubaustandard und eine große Zukunft dank des nachhaltigen Handelns.“
 
Eine intensive Planungsphase liege hinter den Beteiligten, so Ingo Herzog vom gleichnamigen Architekturbüro. Peter Herzog freute sich über das Entstehen eines lebendigen Ortes: „Unser Ziel war es, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass ein funktionaler, zukunftsfähiger und gemeinschaftlich nutzbarer Standort für zwei wichtige Organisationen entstehen kann.“
 
Ihren Dank an alle Partner sprachen die Vertreter des DRK und der DLRG aus. „Toll, dass wir die Möglichkeit bekommen haben“, meinte Stefan Ohm, der gemeinsam mit Elena Wlaschny für das DRK die Bauorganisation in den Händen hält. „Der Verein wächst, die Aufgaben wachsen“, sagte er. Nun gelte es, die Helferinnen und Helfer im eigenen Verein zu motivieren.
 
„Schön, dass wir mit im Boot sitzen“, meinte Martin Pernak, der stellvertretende Vorsitzende der Weiler DLRG-Ortsgruppe. Das bisherige Domizil sei nicht mehr zeitgemäß. „Doch nun werden wir in Zukunft gut aufgestellt sein“, freute er sich. Die DLRG hat ihren Standort derzeit in der Alten Feuerwache in Otterbach und nutzt Garagen im Nonnenholz.  Der Sitz des DRK Weil am Rhein-Haltingen befindet sich in der Riedlistraße in Friedlingen. Mehrere Fahrzeuge sind über das Stadtgebiet verteilt. 
 
Erleichtert zeigten sich auch die Vorbesitzer der Gebäude. Für die Rhenus Freight Logistics GmbH & Co. KG, die in eine weitere eigene Immobilie umgezogen ist, meinte Stephanie Rutschmann, dass man sich über die neuen Nachbarn sehr freue. „Es ist Wehmut dabei, aber die Gebäude sind in guten Händen.“
 
Der Bauantrag für genehmigungsfähige Umbauten, ist eingereicht, Genehmigung wird alsbald erwartet. Danach werden die beauftragten Firmen – viele von ihnen kamen finanziell den Blaulichtorganisationen in unterschiedlicher Art und Weise entgegen – loslegen. „Dann geht es relativ schnell“, meinte Architekt Herzog. Als vorsichtige, grobe Einschätzung für die Inbetriebnahme des Blaulichtzentrums DRK / DLRG wurde Ende Oktober genannt.

Lange Suche hat ein Ende: Hier entsteht in den kommenden Monaten das neue, gemeinsame Domizil der DRK-Ortsgruppe Weil am Rhein-Haltingen und der örtlichen DLRG. Foto: Stadtverwaltung Weil am Rhein / Bähr