Viel trinken und für Abkühlung sorgen

Hohe Temperaturen gefährden vor allem Senioren / Nachbarn und Angehörige sollten aufmerksam zu sein

Für ältere Menschen gelten an heißen Tagen insbesondere drei Grundregeln: Flüssigkeitszufuhr, Abkühlung und Schonung. So wird empfohlen, täglich mindestens 1,5 bis 2 Liter zu trinken. Foto: Pixabay

Gerade für Seniorinnen und Senioren sind die derzeit hohen Temperaturen eine ebenso unsichtbare wie akute Gefahr. Das Herz-Kreislauf-System wird im Alter durch extreme Hitze überproportional stark belastet, da der Körper Wärme schlechter regulieren kann und das natürliche Durstgefühl nachlässt. Die Stadtverwaltung Weil am Rhein und die Seniorenberatungsstelle appellieren an alle Bürgerinnen und Bürger, jetzt verstärkt auf ältere Nachbarn zu achten.
 
Für ältere Menschen gelten an heißen Tagen insbesondere drei Grundregeln: Flüssigkeitszufuhr, Abkühlung und Schonung. So wird empfohlen, täglich mindestens 1,5 bis 2 Liter zu trinken. Wasserreiche Lebensmittel wie Gurken oder Melonen entlasten den Magen. Zudem sollten Innenräume tagsüber konsequent abgedunkelt und nur in den kühlen Nacht- sowie Morgenstunden gelüftet werden. Körperliche Aktivitäten sind in diesen Zeiten unbedingt in die frühen Morgenstunden zu verlegen.
 
Viele ältere Menschen leben allein und scheuen sich, um Hilfe zu bitten. Deshalb bitten Stadtverwaltung und Seniorenberatungsstelle die Bevölkerung darum, aktiv auf ältere Personen im direkten Umfeld zuzugehen.
 
„Viele ältere Menschen trinken im Alltag ohnehin zu wenig – an heißen Tagen kann das schnell gefährlich werden. Bei einem Hausbesuch habe ich kürzlich erlebt, dass eine Seniorin nicht einmal Getränke im Haus hatte. Das zeigt, wie wichtig es ist, nicht nur auf das eigene Wohl zu achten, sondern auch einmal bei älteren Nachbarinnen und Nachbarn nachzufragen, ob sie ausreichend versorgt sind“, lässt Christiane Wagener, die Leiterin der Weiler Seniorenberatungsstelle der Caritas wissen.
 
 
Aufmerksam sein:
Wichtig ist es, aufmerksam zu bleiben. Klingeln Sie einfach kurz, um nach dem Rechten zu sehen.
 
Getränke anbieten:
Bieten Sie älteren Nachbarn doch ganz unkompliziert eine Flasche Wasser oder Tee an. Erinnern Sie dann im Gespräch freundlich daran, jede Stunde ein Glas zu trinken.
 
Unterstützung im Alltag:
Bieten Sie an, Einkäufe oder Besorgungen zu erledigen. So müssen Seniorinnen und Senioren die schützende, kühle Wohnung während der extremen Mittagshitze nicht verlassen.
 
Was sind die Alarmsignale?
Nachbarn oder Angehörige sollten auf alarmierende Symptome achten. Ungewöhnliche Schwäche etwa, Schwindel, starke Kopfschmerzen, Verwirrtheit oder eine plötzliche Sturzneigung sind ernstzunehmende Warnsignale für eine Hitzeerschöpfung. In diesen Fällen müssen Betroffene sofort an einen kühlen Ort gebracht, mit feuchten Tüchern gekühlt und mit Flüssigkeit versorgt werden. Bei Bewusstseinsstörungen ist umgehend der Rettungsdienst unter der Notrufnummer 112 zu verständigen.
 
 
Die Seniorenberatung informiert, berät und unterstützt in allen Bereichen des Lebens älterer Menschen. Das umfassende Angebot richtet sich sowohl an Senioren als auch an die Angehörigen. Die Beratungsstelle am Rathausplatz 3 (zwischen Volksbank und Alnatura) hat mittwochs und donnerstags immer vormittags geöffnet. Termine können entweder telefonisch unter 0151/61617948 oder per E-Mail an christiane.wagener@caritas-loerrach.de vereinbart werden. Die Caritas ist unter Telefon 07621/92750 erreichbar.