Kein weißer Fleck auf der Karte mehr
Anlässlich des Mobilitätsnachmittags auf dem Rathausplatz fand auch die offizielle Übergabe der neuen Carsharing-E-Fahrzeuge statt, die nun an drei Standorten im Weiler Stadtgebiet zu finden sind. Möglich gemacht hat es das Landkreis-Projekt des Netzwerks KOMO (Kompetenznetzwerk Mobilstationen). Gemeinsam mit naturenergie wurde dieses nachhaltige Mobilitätsprojekt entwickelt.
Daraus sind insgesamt sechs neue Carsharing-Standorte im Landkreis Lörrach entstanden. Alleine drei gibt es auf Weiler Gemarkung: in der Burgunderstraße in Haltingen, im Holzmattenweg in Otterbach und in Ötlingen (Straße „Zur Inmatt“).
„In Weil am Rhein wird sichtbar, wie nachhaltige Mobilität im Alltag funktionieren kann“, erklärte Thomas Lamarque, Regionalmanager bei naturenergie sharing, anlässlich der feierlichen Übergabe. „Klimafreundliche Mobilität ist keine Zukunftsmusik mehr, sondern schon heute Realität.“ Carsharing, so betonte er, eigne sich nicht nur für Privatpersonen, sondern auch für Unternehmen, Carsharing spare Ressourcen und sei leicht über eine App-Buchung zu händeln.
Jessica Mörsdorf, die Koordinatorin für Mobilitätsstationen beim Landkreis Lörrach, freute sich darüber, dass das gemeinsame Projekt Früchte trage. „Nachhaltige Mobilitätsprojekte sollen gemeinsam weiterentwickelt werden“, hielt sie fest und dankte den Kommunen für die gute Zusammenarbeit. Diese haben eine gemeinsame Ausschreibung ausgeführt und der Landkreis fungierte dabei als Impulsgeber und Wegbegleiter.
„Wir haben uns gemeinsam mit Naturenergie am Landkreis-Projekt KOMO beteiligt, dessen Ziel der Ausbau nachhaltiger und flexibler Mobilitätsangebote im Landkreis Lörrach ist“, sagte Oberbürgermeisterin Diana Stöcker und betonte in diesem Zusammenhang die Wichtigkeit der E-Mobilität für die 3-Länder-Stadt. „Lange Zeit gab es kaum eine öffentliche Möglichkeit der E-Ladung. Auf der Karte war Weil am Rhein ein weißer Fleck.“
Schnell habe sie deshalb Kontakt mit naturenergie aufgenommen, um zu eruieren, ob man etwas gemeinsam für die Stadt bewegen könne. Zum einen habe man sich schnell darauf verständigt, in die Versorgung der Ortsteile, die nicht so gut an den ÖPNV angebunden und damit eher unattraktiv im Betrieb für Anbieter seien, zu investieren. Zum anderen habe man sich ebenso dafür ausgesprochen, die Versorgung der dicht besiedelten und damit attraktiven Gebiete auszubauen: Etwa mit Schnellladesäulen in der Innenstadt und weiteren E-Ladesäulen in Haltingen und Friedlingen. Des Weiteren verständigte man sich, Carsharing-Möglichkeiten anzubieten.
Mit der Beteiligung am Förderprogramm des Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes (LGVFG) wurde ermöglicht, die Investitionskosten für die Einrichtung von Ladesäulen hoch gefördert zu bekommen. Mittels Pachtmodell und -einnahmen wird der Betrieb drei Ortsteil-Ladestandorte ermöglicht, die bereits Ende 2025 eröffnet wurden. Und dieser Tage werden in der Innenstadt in der Danziger Straße die neu geschaffenen Schnellladesäulen eröffnet.
Der Landkreis und naturenergie sharing nutzten den Mobilitätsnachmittag auf dem Rathausplatz auch dazu, das Carsharing-Angebot bekannter zu machen. Fragen der Bürgerinnen und Bürger wurden beantwortet und die Nutzung des Carsharing-Angebots den Interessierten vorgestellt.
