Trinkwassergespeiste Brunnen werden abgestellt

Anhaltende Hitzeperiode: Stadt appelliert an schonenden Umgang mit der Ressource Wasser

In Betrieb bleiben die Brunnen, die das Wasser aus Quellen beziehen oder umwälzen. Letzteres ist beispielsweise beim Brunnen auf dem Rathausplatz der Fall. Foto: Stadtverwaltung Weil am Rhein / Bähr

Die anhaltende Hitzeperiode und das Ausbleiben ergiebiger Niederschläge in den vergangenen Wochen führen auch in Weil am Rhein zu einer Belastung der Wasserressourcen und bringt die Wasserversorgung an ihre Grenzen. Um die Stabilität der Trinkwasserversorgung für alle Bürgerinnen und Bürger weiterhin zuverlässig zu gewährleisten und technische Schäden an den städtischen Anlagen zu verhindern, sieht sich die Stadtverwaltung gezwungen, einen Teil der öffentlichen Zier- und Dorfbrunnen vorübergehend außer Betrieb zu nehmen.
 
So werden alle Brunnen im Stadtgebiet abgestellt, die aus der Trinkwasserversorgung gespeist werden und kein Umwälzsystem haben. In Betrieb bleiben die Brunnen, die das Wasser aus Quellen beziehen – viele sind schon versiegt, da es zu lange nicht geregnet hat - und diejenigen, wie beispielsweise am Rathaus oder auf dem Berliner Platz, die das Wasser nur umwälzen.
 
Der stellvertretende Betriebsleiter im Wasserwerk, Julian Schmidt, macht deutlich, dass der aktuell hohe Wasserbezug tagsüber einen Großteil der Speichervolumina vieler Hochbehälter aufbrauche. „Nachts ist es dann schwierig, die tagsüber entleerten Speicher bei weiterhin anhaltendem nächtlichem Wasserbezug, gänzlich zu füllen.“ Die aktuell extremen Wasserverbräuche beziehungsweise Spitzenlasten in der anhaltende Hitze- und Trockenperiode, insbesondere bedingt durch intensive landwirtschaftliche, kommunale und private Bewässerung, würden zeitweise die Leistungsfähigkeit des Verteilsystems übersteigen.
 
In diesem Zusammenhang bittet die Stadtverwaltung auch um einen schonen und sparsamen Umgang mit Leitungswasser. „Es gilt Ressourcen zu schonen und das Wassernetz auch in den kommenden Wochen stabil zu halten“, sagt Stadtwerke-Chef Markus Indlekofer und bittet um Unterstützung. „Schon kleine Anpassungen im Alltag helfen dabei, verantwortungsvoll mit unserem Trinkwasser umzugehen.“
 
Um einen Notstand zu verhindern, gilt der dringende Appell, Gartenbewässerung auf die Nachtstunden zu beschränken, auf Pool-Befüllungen und private Reinigungen zu verzichten sowie den Verbrauch im Haushalt zu minimieren.
 
„Unsere Wasserversorgung ist dank tiefer Brunnen und stabiler Reserven aktuell gesichert. Damit das so bleibt, sind wir auf die Solidarität und Eigenverantwortung aller angewiesen. Jede und jeder kann im Alltag einen Beitrag leisten“, so Oberbürgermeisterin Stöcker, die gleichzeitig auch als Vorsitzende des Wasserverbandes Südliches Markgräflerland fungiert.
 
Die Stadtverwaltung beobachtet die Wetterentwicklung sowie die lokalen Pegelstände in enger Abstimmung mit den Stadtwerken kontinuierlich. Sobald sich die Lage dauerhaft entspannt, werden die Brunnen schrittweise wieder hochgefahren.