Beständigkeit und Identität

Oberbürgermeisterin Diana Stöcker besucht das Elektrohaus Gempp und das Weingut Röschard 

Tradition und Zukunft: Oberbürgermeisterin Diana Stöcker und WWT-Geschäftsführer Peter Krause (r.) statteten dem Elektrohaus Gempp in Altweil einen Besuch ab. Foto: Stadtverwaltung Weil am Rhein / Stöcker

Tradition und in der Stadt verwurzelt: Weils Oberbürgermeisterin Diana Stöcker und Wirtschaftsförderer Peter Krause von der Weil am Rhein Wirtschaft & Tourismus GmbH besuchten jüngst zwei Betriebe, die seit Jahrzehnten in Weil am Rhein zu Hause und aus der 3-Länder-Stadt auch nicht mehr wegzudenken sind: das Elektrohaus Gempp und das Weingut Röschard.
 
 
Elektrohaus Gempp
 
Es ist eine echte Institution in Altweil gegenüber des Museums am Lindenplatz. Die Rede ist vom Elektrohaus Gempp, das drei Generationen lang in familiären Händen lag. „Mit Herz und Engagement haben die Familien Gempp das Geschäft geprägt und somit ein Stück Altweiler Wirtschaftsgeschichte geschrieben“, betont Stöcker.
 
Um so bemerkenswerter ist die Tatsache, dass der Betrieb auch für die Zukunft gut aufgestellt ist. Und das, obwohl die Familie Gempp nun eben nicht mehr federführend in der Geschäftsführung vertreten ist. Weitsicht haben alle Verantwortlichen bewiesen, als bereits vor Jahren ein Idee entstand, wie das traditionsreiche Unternehmen weiterhin bestehen kann: langjährige Mitarbeiter übernehmen gleichberechtigt Verantwortung
 
„Und im Gespräch mit den vier neuen Geschäftsführern Markus Brakemeier, Malik Chouchala, Michael Weh und Dennis Straßer wurde uns schnell deutlich, wie durchdacht dieser Schritt vorbereitet wurde“, lässt Stöcker wissen. Allen Beteiligten sei es ein wichtiges Anliegen gewesen, dass ein Unternehmen mit 100-jähriger Geschichte nicht einfach so verschwinden dürfe, sondern in gute Hände weitergegeben werden solle.
 
„Besonders beeindruckt hat uns, wie klar die Aufgaben innerhalb des neuen Führungsteams aufgeteilt sind. Jeder bringt seine eigene Stärke ein, und genau das macht diese Übergabe so stabil und zukunftsfähig, während die Immobilie im Eigentum der Familien Gempp bleibt“, hält Stöcker fest.

 
Weingut Röschard

Der Familienbetrieb wird bereits in vierter Generation von Gerd Röschard, seinem Bruder Werner und dessen Sohn Ralf geführt. Rund acht Hektar Rebfläche im südwestlichsten Weinanbaugebiet Deutschlands, unweit der Grenze zur Schweiz und zu Frankreich, dürfen sie ihr Eigen nennen.
 
„Besonders beeindruckend ist die Lage am Weiler Schlipf“, findet die Oberbürgermeisterin. Eine Steillage mit uraltem Kalkboden, die Burgundersorten von höchster Güte hervorbringe. Auch Veranstaltungen wie der Genussabend im Weinberg oder der Tüllinger Weinmarkt würden die Lage zu etwas Besonderem machen. An der sonnigen „Haltinger Stiege“ gedeihen dagegen vor allem Weißweine wie der Gutedel, geprägt vom lehmigen Lössboden der Region.


Im Sortiment finden sich neben klassischem Gutedel und Weißburgunder auch Grauburgunder, Sauvignon Blanc, Chardonnay SR und Spätburgunder aus dem Barrique, dazu auch „Rösecco“ oder Sekt.
 
 „Die Weine wurden bereits mehrfach ausgezeichnet, unter anderem von Falstaff und im renommierten Weinführer Eichelmann“, weiß Stöcker und freut sich zudem darüber, dass die Weinflaschen mit künstlerisch gestalteten Etiketten versehen werden. „Das ist doch ein schönes Beispiel dafür, wie Tradition und kreative Handschrift im Markgräflerland und bei uns in Weil am Rhein zusammenfinden.“

„Beide Betriebe stehen für Beständigkeit, Vertrauen und Identität – Werte, die man nicht von heute auf morgen aufbauen kann. Solche Unternehmen prägen auch das Gesicht und den Charakter unserer Stadt und sind oft fest in der Nachbarschaft und im gesellschaftlichen Leben verwurzelt“, stellt Stöcker nach den beiden Unternehmensbesuchen fest.
 

Beim Familienbetrieb Weingut Röschard zu Gast: Oberbürgermeisterin Diana Stöcker und WWT-Geschäftsführer Peter Krause (2.v.r.) erhielten Infos aus erster Hand. Foto: Stadtverwaltung Weil am Rhein / Stöcker