Werkzeuge, Garnspulen und Lochkarten

Museums Weiler Textilgeschichte: zwei Führungen vor der Sommerpause

An diesem Sonntag bietet sich die letzte Gelegenheit für Besucherinnen und Besucher, die Sonderausstellung „Die Fäden in der Hand. Eine Reise in die Welt der Marionetten und Puppen“ zu besichtigen. Foto: Bettina Matthiessen

Joachim Kempf führt am Sonntag, 26. Juli, um 16 Uhr durch das Museum Weiler Textilgeschichte und über das Areal der ehemaligen Seidenweberei Robert Schwarzenbach. Mit der Niederlassung eines ersten Färbereikonsortiums um 1880 begann die Geschichte der Weiler Textilindustrie.

Neben der Färberei und Appretur Schusterinsel ließen sich auch die Färberei Schetty, die Seidenweberei Schwarzenbach und die Gebr. Bochmann nieder. Die Textilindustrie prägte den Stadtteil nicht nur baulich, sondern war als größter Arbeitgeber in der Bevölkerung fest verankert.

Mit der Krise dieses Industriezweigs in den 1970er Jahren endete jedoch auch die Weiler Textilproduktion. Das Museum ist in den ehemaligen Werkstatträumen der Seidenstoffweberei Robert Schwarzenbach beheimatet.

Luftbildaufnahmen führen die Ausmaße des ehemals blühenden Industriezweigs vor Augen. Historische Maschinen, Werkzeuge, Musterbücher, Webschützen, Garnspulen, Lochkarten und Musterzeichnungen spiegeln die textile Arbeitswelt wider.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Treffpunkt ist im Museum.

An diesem Sonntag ist außerdem die letzte Gelegenheit für Besucher die Sonderausstellung „Die Fäden in der Hand. Eine Reise in die Welt der Marionetten und Puppen“ zu besichtigen, ein Kooperationsprojekt mit dem Kant-Gymnasium.

Im Rahmen des Seniorensommers findet zudem am Montag, 27. Juli, um 14.30 Uhr eine weitere Führung mit Joachim Kempf statt.

Im August ist das Museum geschlossen und öffnet erst wieder am Sonntag, 13. September, von 14 bis 18 Uhr zum Tag des offenen Denkmals.