3LSF zieht viele tausend Menschen an
Ihre Songs werden millionenfach im Internet abgerufen, insofern war es nicht verwunderlich, dass das Konzert der Mannheimerin Pop-Sängerin Loi beim diesjährigen 3LSF (3-Länder-Stadt Festival) am Samstagabend Tausende auf den Rathausplatz gelockt hat. Der Ansturm war so groß, dass der Zugang zum Platz durch Sicherheitskräfte überwacht werden musste.
Da der Eintritt beim 3LSF frei ist, und es keine Besucherzählung gibt, können für das Festival keine exakten Besucherzahlen erhoben werden. Anhand von Luftbildaufnahmen und Schätzungen von Sicherheitsexperten waren allein beim Konzert von Loi jedoch mehrere Tausend Menschen gleichzeitig auf dem Rathausplatz, wobei zu diesem Zeitpunkt auch der Sparkassenplatz und die Vereins-Meile gut besucht waren. Bemerkenswert war die Diversität des Publikums. Eltern mit kleinen Kindern, Jugendliche, junge Erwachsene, Menschen mit Behinderung und Senioren kamen in der Innenstadt zusammen, um gemeinsam die zahlreichen Auftritte zu erleben.
Die von der Markgräfler Trachtengruppe auf Initiative ihres Ersten Vorsitzenden Michael Lindemer erstmals ehrenamtlich aufgehängten Fahnenketten über der Hauptstraße sorgten für ein noch runderes Festivalerlebnis und machten schon im Vorfeld auf die Großveranstaltung aufmerksam.
Neu war in diesem Jahr, dass die Anzahl der Marching Bands erhöht wurde, was zu noch mehr Musik auf der Vereins-Meile geführt hat. Erstmals dabei war die Chnopfi-Band, die am Samstagabend auf dem Sparkassenplatz gespielt hat. Eine zusätzliche Toilette für Menschen mit Mobilitätseinschränkung an der Hauptstraße sorgte für mehr Inklusion und auch drei zusätzliche Fahrradabstellplätze trugen zur Verbesserung des Service bei.
Musikalisch konnte das 3LSF wieder mit einer großen Bandbreite aufwarten. Neben dem durch Loi repräsentierten Genre Pop brachten Gallowstreet aus Amsterdam mit ihren Electrobrass-Arrangements Club-Atmosphäre auf den Rathausplatz. Auch sie haben am Freitagabend ein zahlreiches Publikum mit ihren hymnischen Beats begeistert. Vor ihnen traten Riserva Moac aus Italien auf und animierten mit einer wilden Mischung aus Folk, Balkan-Klängen, Punkrock und Hip-Hop das Publikum zum Tanzen. Am Samstag sorgte die polnische Band Dikanda vor dem Auftritt von Loi für große Emotionen auf und gute Stimmung vor der Hauptbühne. Auch ihre Songs mit musikalischen Elementen vom Balkan, aus dem Nahen Osten, den Karpaten und Afrika wurden mit viel Applaus bedacht.
Musikalisch eröffnet wurde das 3LSF an beiden Tagen durch lokale Formationen. So machte am Freitagabend die Stadtmusik Weil am Rhein und am Samstagabend Bonds Big Band den Auftakt. Auf der Vereins-Meile und dem Rathausplatz spielten außerdem die Spalehill Brass Band, Heart Attack Horns, Ça Gaze, die Castle Groove Festival Brass Band, Improvisante und Bonds Festival Combo.
Die vom Kulturamt initiierte und organisierte Vereins-Meile bot 17 Weiler Gruppierungen die Möglichkeit, Speisen und Getränke zu verkaufen – einige mussten mehrfach Ware nachordern, weil die Nachfrage so hoch war und ein paar mussten schon vor Ende des Festivals schließen, weil sie keine Ware mehr hatten. Dementsprechend zufrieden zeigten sich viele der bei den Vereinen für die Hütten Verantwortlichen. Auch drei regionale Winzerbetriebe waren beim diesjährigen 3LSF dabei und bereicherten das Angebot um Wein aus dem Markgräflerland.
Oberbürgermeisterin Diana Stöcker war an beiden Abenden im Publikum und sehr erfreut, über den erneuten Erfolg des Festivals: „Das gute Wetter am Samstag und das unterschiedliche Altersgruppen ansprechende Musikprogramm haben wieder für hervorragende Besucherzahlen gesorgt. Mit dem 3LSF beleben wir unsere Innenstadt und bringen Menschen zusammen. Dafür sorgen sicher auch die hochkarätigen Bands, die wir bei freiem Eintritt zeigen. Unser 3LSF ist für alle da: für unsere Einwohnerinnen und Einwohner, aber auch für Gäste aus der Region, der Schweiz und Frankreich.“
„Für unser kleines Kulturamtsteam ist die Organisation des 3LSF stets ein großer Kraftakt, der nur durch den überdurchschnittlichen Einsatz der Mitarbeitenden gestemmt werden kann“, erklärt Veranstalter und Kulturamtsleiter Peter Spörrer die Arbeit im Hintergrund. „Ich bin daher meinen Mitarbeitenden, allen Helfenden und Dienstleistenden, den beteiligten Vereinen und den Kollegen des Betriebshofs sowie der beteiligten Ämter sehr dankbar, dass sie durch ihren enormen Einsatz das Festival möglich machen. Ein großes Dankeschön gebührt auch unseren Partnern und Förderern, allen voran der Sparkasse Markgräflerland, die das 3LSF auch in diesem Jahr präsentiert hat.“








