Online-Befragung zu Hitze und Starkregen
Mehr Stadtbäume und Grünflächen, entsiegelte Flächen, ein vorausschauendes Regenwassermanagement, Dach- und Fassadenbegrünungen oder schattenspendende Aufenthaltsbereiche: Es gibt viele Möglichkeiten, Städte besser auf die Folgen des Klimawandels vorzubereiten. Denn steigende Temperaturen, längere Trockenperioden und häufiger auftretende Extremwetterereignisse wie Starkregen stellen auch Kommunen vor neue Herausforderungen.
Wie kann Weil am Rhein widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels werden? Mit dieser Frage beschäftigt sich derzeit die Stadtverwaltung. Der Gemeinderat hatte sie im Januar mit der Erstellung eines Klimaanpassungskonzeptes beauftragt. Ziel ist es, einen umfassenden Überblick darüber zu erhalten, wie sich der Klimawandel bereits heute auf die 3-Länder-Stadt auswirkt und welche Entwicklungen künftig zu erwarten sind.
Gleichzeitig sollen besonders betroffene Bereiche identifiziert und konkrete Maßnahmen entwickelt werden, mit denen sich Weil am Rhein besser auf die Folgen des Klimawandels einstellen kann. Dabei geht es unter anderem um die zunehmende Hitzebelastung, längere Trocken- und Dürreperioden sowie Starkregenereignisse und daraus mögliche Überschwemmungen. Auch die Auswirkungen auf Grünflächen, Bäume, Gebäude, Infrastruktur und die Lebensqualität der Bevölkerung spielen eine wichtige Rolle.
Das Klimaanpassungskonzept soll schließlich konkrete Handlungsmöglichkeiten aufzeigen und als Grundlage für künftige Entscheidungen und Maßnahmen dienen.
Die Erfahrungen der Bürgerinnen und Bürger sind dabei besonders wertvoll. Denn sie wissen aus ihrem Alltag am besten, an welchen Orten die Auswirkungen des Klimawandels bereits heute spürbar sind. Wo wird es im Sommer besonders heiß? Welche Plätze bieten zu wenig Schatten? Wo fehlt es an Grün oder Aufenthaltsmöglichkeiten? Und welche Maßnahmen könnten aus Sicht der Bevölkerung dazu beitragen, die Stadt besser auf die klimatischen Veränderungen vorzubereiten?
Um diese Erfahrungen und Anregungen in das Klimaanpassungskonzept einfließen zu lassen, führt die Stadtverwaltung derzeit eine Online-Befragung zur Klimaanpassung durch. Alle Weilerinnen und Weiler sind eingeladen, sich zu beteiligen und ihre Einschätzungen, Beobachtungen und Ideen einzubringen.
Die Befragung ist ab sofort bis zum 27. September 2026 geöffnet und nimmt etwa fünf bis zehn Minuten in Anspruch. Die Teilnahme ist online möglich unter: https://www.survio.com/survey/d/UmfrageKlimaanpassung
„Wir möchten alle Bürgerinnen und Bürger einladen, an unserer Befragung teilzunehmen. Uns ist es wichtig, Meinungen und Hinweise aus der Bevölkerung zu erhalten und diese bei der Erstellung des Klimaanpassungskonzeptes zu berücksichtigen“, erklärt Bürgermeister Lorenz Wehrle. „Die Folgen des Klimawandels sind längst im Alltag angekommen. Ob extreme Hitze, Trockenheit oder Starkregen – diese Entwicklungen betreffen uns alle. Deshalb hoffen wir auf eine rege Beteiligung und viele wertvolle Hinweise aus der Bevölkerung.“
Mit der Befragung möchte die Stadtverwaltung nicht nur erfahren, wo die Klimafolgen in Weil am Rhein besonders deutlich wahrgenommen werden, sondern auch, welche Maßnahmen sich die Bürgerinnen und Bürger für ihre Stadt wünschen. Die Ergebnisse der Beteiligung sollen gemeinsam mit weiteren fachlichen Untersuchungen in die Entwicklung des Klimaanpassungskonzeptes einfließen.
