Neu, nachhaltig, natürlich

Der Erweiterungsbau der Gemeinschaftsschule nimmt immer mehr Gestalt an

Hier spielt (künftig) die Musik: Freuen sich über die Fortschritte auf der Baustelle des Erweiterungsbaus der Gemeinschaftsschule: (v.l.) Caroline Räuber, Katja Eckert (beide moser Architekten GmbH), Thomas Klug (Stellvertretender Leiter des GMU), Claudio Bergermann (Leiter des GMU), Hauptamtsleiterin Annette Huber und Wolfram Schneider (Architekt GMU). Foto: Stadtverwaltung Weil am Rhein / Bähr

Gleich neben dem künftigen Musikraum wird geflext, etwas weiter werden Elektrokabel in der Decke eingezogen und im ersten und zweiten Obergeschoss fleißig an den Sanitäranlagen geschraubt. Draußen bringen Handwerker die Fassadenteile an. Es tut sich etwas. Der Erweiterungsbau der Gemeinschaftsschule, das aktuell größte Hochbauprojekts in Verantwortung der Stadt nimmt Gestalt an.
 
Nach den ungeplanten Verzögerungen zum Start des 9,9 Millionen Bildungsprojekts läuft es seit mehreren Monaten wie am Schnürchen. Der Zeit- und Kostenplan des in ökologisch nachhaltiger Holzhybrid-Bauweise errichteten und dringend benötigten Erweiterungsbaus der Gemeinschaftsschule wird eingehalten.
 
Der Rohbau des Sockelgeschosses aus Stahlbeton und die beiden Treppentürme sind fertiggestellt als Voraussetzung für den anschließend errichteten konstruktiven Holzbau. Tragende Wände, Unterzüge und Fassade wurden mit dem natürlichen Baustoff ausgeführt. Die einzelnen Bauteile für Wände und Decken kamen dafür fix und fertig auf die Baustelle. Ein Kran brachte sie millimetergenau in die richtige Position.
 
„Dieses Vorgehen gleich dem Baukastenprinzip“, erklärt Wolfram Schneider, Architekt im Amt für Gebäude- und Umweltmanagement (GMU), und nennt den großen Vorteil dieser Vorgehensweise: die Bauzeit vor Ort wird enorm verkürzt. Im Juli 2025 erfolgte der symbolische Spatenstich, im zweiten Quartal 2027 soll das insgesamt fünfgeschossige Gebäude bereits fertiggestellt sein. Pünktlich also zum Schuljahr 2027/2028.
 
Bei einem Baustellen-Rundgang informierten die Verantwortlichen der Stadtverwaltung über die Besonderheiten dieses Neubaus. Es besticht insbesondere durch seinen hohen energetischen Standard. Es verfügt über eine intelligente Gebäudeausrichtung, optimierte Größe und Lage der Fensteröffnungen, automatische Nachtauskühlung über Fensterelemente sowie Fußbodenheizung mit sommerlicher Kühlfunktion.
 
Nicht zuletzt wird das Gebäude mit Fernwärme versorgt. Die Eigenstromversorgung gelingt über das Blockheizkraftwerk im Hauptgebäude sowie Solarstrom von der Photovoltaikanlage auf dem begrünten Flachdach. Die PV-Anlage und die Begrünung stehen übrigens im September auf dem Bau- beziehungsweise Stundenplan.
 
Aktuell wird fast zeitgleich mit den zum großen Teil fertiggestellten Fensterbauarbeiten die äußere Verschalung aus vorbehandelten Holzpanelen an der Fassade befestigt. Weiterhin werden im Inneren des Gebäudes Trockenbauarbeiten sowie die Rohinstallationen der technischen Gewerke Heizungsbau, Lüftung, Sanitär und Elektro realisiert. Bald werden vom Blechner die umlaufende Attikaverkleidung sowie diverse Blechverwahrungen im Dachbereich ausgeführt.
 
Aufgegleist und bestellt wurde bereits die spezifische Ausstattung der Fach- und Werkräume. Auch das Mobiliar der übrigens Klassen- und Besprechungsräume wird gemeinsam mit der Schulleitung und nach deren Wünschen angeschafft. Insgesamt entstehen im Erweiterungsbau auf einer Nutzfläche von rund 1200 Quadratmetern 14 Unterrichtsräume.