Gullys und Abläufe nicht aus Blick verlieren

Tigermücken-Bekämpfung: Regelmäßige Kontrolle und Behandlung mit BTI-Tabletten ist wichtig

Auch Ablaufrinnen vor Ein- und Ausfahrten und Garagentoren sollten regelmäßig kontrolliert werden und eine Behandlung mit BTI-Tabletten bis Ende Oktober erfolgen. Foto: Stadtverwaltung Weil am Rhein / Bähr

Gemeinsam gegen die Tigermücke: Die Stadtverwaltung Weil am Rhein appelliert an alle Bürgerinnen und Bürger, auch Gullys und Ablaufrinnen rund um das eigene Haus im Blick zu behalten. Eine regelmäßige Kontrolle und die konsequente Behandlung mit BTI-Tabletten helfen ganz entscheidend, um Anzahl der lästigen Plagegeister einzudämmen. Übrigens: Derzeit herrscht Hauptsaison für die Tigermücke
 
Die Asiatische Tigermücke findet in kleinen Wasseransammlungen ideale Bedingungen zur Vermehrung. Gerade jetzt, wenn es hoffentlich zu den erhofften Regenfällen kommt, ist konsequentes Handeln besonders wichtig. Neben den klassischen Brutstätten, wie Regentonnen, Eimern oder Untersetzern, geraten immer wieder Bereiche aus dem Blickfeld, die man eben nicht unmittelbar mit Tigermücken in Verbindung bringt – etwa Gullys, Dachrinnen und Ablaufrinnen vor Einfahrten, Garagen oder Grundstückszufahrten.
 
„Viele Menschen achten inzwischen auf Regentonnen oder Blumentopfuntersetzer. Aber gerade die kleinen Wasserstellen, die man leicht übersieht, können entscheidend sein“, sagt Laura Seewald, die bei der Stadt für die Tigermücken-Bekämpfung zuständig ist. „Dazu gehören beispielsweise mit Laub gefüllte Ablaufrinnen vor Garagen oder Einfahrten. Wenn sich dort Wasser sammelt, kann daraus eine geeignete Brutstätte für die Tigermücke werden“, lässt sie wissen.
 
Seewald appelliert an die Bürgerinnen und Bürger, öffentliche und private Gullys, Abflüsse, Dachrinnen sowie Ablaufrinnen vor Ein- und Ausfahrten und Garagentoren regelmäßig zu kontrollieren. Und wo stehendes Wasser nicht vollständig vermieden werden kann, sollte entsprechend der örtlichen Empfehlungen eine Behandlung mit BTI-Tabletten erfolgen. Wichtig ist dabei, dass eine einmalige Behandlung nicht ausreicht. „Die Maßnahmen sollten konsequent alle 14 Tage bis Ende Oktober wiederholt werden“, weiß Seewald.
 
BTI-Tabletten mit ihrem biologischen Wirkstoff werden zur Bekämpfung von Stechmückenlarven eingesetzt. Die Larven nehmen BTI im Wasser auf; dadurch werden sie gezielt abgetötet. Die Tabletten sind kostenlos im Rathaus erhältlich.
 
Gerade nach Regenfällen sollte eben noch genauer hingeschaut und Laub und Schmutz aus Ablaufrinnen entfernt und Wasseransammlungen möglichst beseitigt werden. Und das regelmäßig. Denn: „Eier können längere Zeit überdauern und unter geeigneten Bedingungen durch Wasser aktiviert werden“, sagt Seewald. Sprich: Eine Eiablage, die bereits vor Monaten stattgefunden hat, kann durch aktuelle Niederschläge jetzt erst zur Entwicklung kommen.
 
Übrigens: Auf Vogeltränken muss bei den derzeit hohen Temperaturen deshalb nicht verzichtet werden. Sie sind wichtige Wasserstellen für Vögel, Igel und andere Tiere. Allerdings sollte das Wasser täglich vollständig gewechselt und das Gefäß regelmäßig gereinigt werden. So lässt sich vermeiden, dass sich die Tränke zu einer Brutstätte entwickelt.
 
Tipp: Stehendes Wasser sollte nicht einfach in die Kanalisation geschüttet werden, da sich darin möglicherweise Tigermückenlarven befinden können. Stattdessen sollte das Wasser beispielsweise auf eine Grünfläche geschüttet werden.