Ein eigenes Erscheinungsbild

Klar, modern, zeitlos: Neues Stadt-Logo sorgt für hohen Wiedererkennungswert

Das neue Logo der Stadt wurde von der Agentur Boros entwickelt und setzt sich aus dem Superzeichen und dem Stadtnamen zusammen. Foto: Stadtverwaltung Weil am Rhein

Bisher hatte die Stadtverwaltung nur ein Logo, das aufgrund der geringen Strichstärke der Schriftart vermehrt zu Problemen bei der Nutzung geführt hat. Das neue Erscheinungsbild überzeugt durch ein auch separat zu verwendendes Superzeichen, eine eigens adaptierte barrierefreie Schriftart und eine Logo-Systematik, die für einen hohen Wiederkennungswert und Kosteneinsparungen sorgen wird.
 
Weil am Rhein. Mit möglichst wenig finanziellem Einsatz ein bestmögliches Ergebnis erzielen, das war die Aufgabe für eine von Oberbürgermeisterin Diana Stöcker eingesetzte Projektgruppe zur Entwicklung eines Erscheinungsbilds (Corporate Design) für die Stadtverwaltung. Der Prozess startete im Sommer vergangenen Jahres.
 
Nach einer intensiven Recherchephase, der Entwicklung von Vorgaben und Kriterien zur Auftragsvergabe und der Beteiligung von Achim Schaffrinna, einem ausgewiesenen Experten für die Entwicklung von Corporate Designs, hat die Jury im Dezember vergangenen Jahres aus drei zur Präsentation eingeladenen Agenturen einstimmig ein Sieger-Konzept ausgewählt.
 
Am meisten überzeugt hat die Jury die Agentur Boros aus Berlin, die aufgrund mehrerer renommierter Kunden bereits einen starken Bezug ins Dreiländereck hatte. Deren Konzept erfüllte aus Sicht des Auswahlgremiums die erarbeiteten Vorgaben am besten. Dreh- und Angelpunkt der Gestaltung von Boros ist ein sogenanntes Superzeichen, eine einfache, klar zu erkennende, zeitlose und in großen wie in kleinen Formaten sowie in Farbe und in schwarz-weiß nutzbare Grafik mit hohem Wiedererkennungswert, die einerseits Teil des Logos ist und andererseits auch alleinstehen kann.
 
Dieses Superzeichen wurde von Boros aus drei Elementen abgeleitet, wovon zwei aus dem Stadtwappen entlehnt sind, nämlich die Weintraube und der Rhein. Diese zwei Elemente wurden um die 2022 vom Innenministerium an Weil am Rhein verliehene Zusatzbezeichnung „3-Länder-Stadt“ ergänzt. Die Herausforderung bestand darin, die Elemente Weintraube, Rhein und 3-Länder-Stadt in einer einzigen, leicht zu erfassenden Grafik zusammenzuführen.
 
Gelöst wurde dies über drei einzelne, sich leicht berührende, mit einem dunklen Blau gefüllte Kreise, die einerseits als drei Weinbeeren, aber auch als drei Wassertropfen oder als Symbole für die Länder Deutschland, Frankreich und Schweiz interpretiert werden können. Die Anordnung der drei Weinbeeren erfolgte hierbei nicht in der klassischen V-Form, sondern orientiert sich an der Lage der drei Staaten im Dreiländereck. Dadurch gewinnt das Superzeichen an Dynamik und Modernität. Durch die Nutzung der vorhandenen Stadtfarbe Blau und die Interpretationsmöglichkeit als Wassertropfen wird auch der Bezug zum Rhein hergestellt.
 
Aufgabe für die ausgewählte Agentur war es auch, zusätzliche Corporate Designs für einzelne Abteilungen, die zielgruppenbedingt bisher schon separate Gestaltungen genutzt hatten, und die Stadtwerke zu entwickeln. Um Einsparungen zu ermöglichen, hat Boros eine Logo-Systematik und ein Baukastensystem für die Websites von Stadt, Abteilungen und Stadtwerken konzipiert.
 
Die Logo-Systematik basiert auf der Idee, die jeweiligen Bezeichnungen wie beim Logo der Stadt immer rechts neben das Superzeichen zu setzen. Die Abgrenzung zum Logo der Stadt erfolgt über spezielle, zu den Abteilungen und den Stadtwerken passende Farben. Die Nutzung der Systematik und des Baukastensystems bei den Websites ermöglicht hohe Einsparungen, da keine separaten Erscheinungsbilder und Webdesigns entwickelt werden müssen. Darüber hinaus sorgt die Systematik für einen sehr hohen Wiedererkennungswert.
 
Um nachhaltig zu handeln und die Kosten für die Umstellung möglichst gering zu halten, wird das Corporate Design schrittweise eingeführt. So werden vorhandene Drucksachen im alten Design zunächst weiter benutzt. Auch das neue Webdesign soll aus personellen und organisatorischen Gründen erst 2027 eingeführt werden. Aktuell wird für die Website der Stadt ein Übergangsdesign mit dem neuen Logo, den neuen Farben und der neuen Schriftart genutzt.
 
Bei der verwendeten Schriftart wurde schon in der Konzeption auf die finanziellen Auswirkungen geachtet. Vorgabe an die Agenturen war es, nur lizenzfreie Schriftarten für Überschriften und Fließtexte zu nutzen, so dass für die Stadt keine hohen Zusatzkosten für Schriftlizenzen entstehen. Eine weitere Vorgabe war die Barrierefreiheit der bei Überschriften und Fließtexten genutzten Schriftarten. Auch dies wurde von Boros durch die Modifikation einer lizenzfreien Schriftart in eine barrierefreie Version umgesetzt.
 
Oberbürgermeisterin Diana Stöcker zeigte sich bei der Vorstellung des Corporate Designs begeistert von der Arbeit der Agentur: „Schon bei der Präsentation Ende vergangenen Jahres war die Jury überzeugt von den Entwürfen von Boros. Die Gestaltung zeichnet sich durch eine Klarheit, Modernität und auch Zeitlosigkeit aus, die es uns ermöglichen wird, über viele Jahre mit diesem Erscheinungsbild zu arbeiten. Je häufiger ich unser neues Logo und verschiedene Drucksachen in den vergangenen Monaten gesehen habe, desto deutlicher wurde einerseits der Wiedererkennungseffekt und andererseits die Qualität der Gestaltung. Mein Dank gilt daher an erster Stelle der Agentur, aber auch allen Mitgliedern unserer hausinternen Projektgruppe und Achim Schaffrinna, der uns bei der Auswahl der Agentur sehr gut beraten hat.“
 
 
Hier der Link zum Video: https://youtu.be/sx8vn8sBz2E

Die entwickelte Logo-Systematik ermöglicht Einsparungen bei der Entwicklung weiterer Erscheinungsbilder für Abteilungen der Stadt. Da die Stadtbibliothek am 1. November zur Mediathek wird, ist dies die erste Abteilung, für die die Logo-Systematik umgesetzt wird. Foto: Stadtverwaltung Weil am Rhein