Die Dreiländerbrücke verbindet die Stadt Weil am Rhein mit ihrer französischen Partnerstadt Huningue und hat eine Gesamtlänge von rund 250 Metern. Sie wurde von Dietmar Feichtinger (Architekt) und Wolfgang Strobl (Bauingenieur, LAP Leonhardt Andrä & Partner) entworfen und erbaut. Bauherren waren die Stadt Weil am Rhein und die Communauté de Communes des Trois Frontières. Die Bogenbrücke aus Stahl wirkt durch ihre Konstruktion sehr filigran und spannt sich wie ein Regenbogen über den Rhein.
Für die Konstruktion der Brücke wurden rund 1000 Tonnen Stahl verarbeitet. Die so genannte Mittelspannweite der Brücke beträgt 238 Meter, welche ihr den Weltrekord in der Kategorie "Längste freitragende Rad- und Fußgängerbrücke" einbrachte. Das Projekt wurde unter anderem durch einen Zuschuss der Europäischen Union in Höhe von 1,68 Millionen Euro gefördert.
Nachdem im Januar 2007 mit mehr als 1000 Beteiligten sowohl von deutscher als auch französischer Seite ein Schwingungstest durchgeführt wurde, um das Schwingungsverhalten der Brücke zu testen, konnte sie im März 2007 für die Öffentlichkeit freigegeben werden. Beim zweitägigen Brückenfest "vis à vis" im Sommer feierten über 75.000 Besucher die "neue Verbindung" über den Rhein. Seitdem hat die Dreiländerbrücke viele Preise gewonnen, u.a. den Deutschen Brückenbaupreis 2008, die Arthur G. Hayden-Medaille 2008 (wichtigste Brückenauszeichnung der USA) und den Renault Traffic Award 2007.