Weil am Rhein bekommt 2021 eine neugeschaffene Notarstelle

Weil am Rhein wird im kommenden Jahr Standort für eine neugeschaffene Notarstelle. Justizminister Guido Wolf und sein Ministerium entsprechen damit dem langgehegten Wunsch der Stadt.

Erstmals hatte sich Oberbürgermeister Wolfgang Dietz im Jahr 2005 gegenüber der Justizverwaltung dafür ausgesprochen, der Stadt eine Notarstelle zuzuweisen. Mehr als 70 Unternehmen aus der Stadt, aus dem Immobiliensektor, der Anwaltschaft und den Wirtschaftsakteuren unterstützten damals das Ansinnen. Es zielt darauf ab, die Wege zu den Dienstleistungen eines Notars für die Bürgerinnen und Bürger sowie für die Wirtschaft zu verkürzen. Die neue Stelle wird voraussichtlich zu Beginn des neuen Jahres ausgeschrieben. Ob und wann die tatsächliche Besetzung erfolgen kann, hängt von geeigneten Bewerbern ab.

Die jetzige Entscheidung beruht auf einer Überprüfung der sogenannten Geschäftszahlen 2018 und 2019 durch das Justizministerium: Damit ist die Zahl von notariellen Beurkundungen und Beratungen gemeint, die im Raum Weil am Rhein und Umgebung anfallen. Bei dieser Untersuchung hat sich gezeigt, dass neben den bereits bestehenden vier Notarstellen mit Sitz in Lörrach "eine weitere Notarstelle zur hauptberuflichen Amtsausübung im Amtsgerichtsbezirk Lörrach", wie es in der Begründung des Ministeriums heißt, möglich und sinnvoll ist. Im Herbst vergangenen Jahres hatte sich OB Dietz deshalb erneut an Justizminister Guido Wolf gewandt und für den Standort Weil am Rhein geworben. Dabei wurde insbesondere die dynamische Einwohner- und Wirtschaftsentwicklung ins Feld geführt, ebenso die gute Erreichbarkeit für das Umland.

OB Dietz begrüßt die Entscheidung des Justizministeriums sehr. "Die Entscheidung ist ein wichtiger Beitrag für die Infrastruktur im Oberzentrum und wird bei vielen Bürgerinnen und Bürgern zu einer Erleichterung des Kontakts mit dem Notariatswesen führen." Er bedankt sich ausdrücklich bei allen Akteuren, so auch bei den beiden örtlichen Abgeordneten Rainer Stickelberger und Josha Frey, die das Weiler Petitum gegenüber dem Justizministerium unterstützt hatten.