Ein Platz für die Menschen, für das Miteinander 

Klybeckplatz in Friedlingen offiziell übergeben: Metallschirme spenden Schatten / Verschönerungsprojekt mit Jugendlichen

Nehmen auf dem neu gestalteten Klybeckplatz unter den Schatten spendenden Sonnenschirmen Platz: (v.l.) Landschaftsarchitekt Roland Senger, Architekt Christoph Geisel, Erster Bürgermeister Rudolf Koger, Astrid Loquai, Leiterin der Stadt- und Grünplanungsabteilung, sowie Bürgermeister Martin Gruner. Bildquelle: Stadtverwaltung Weil am Rhein / Bähr

Aufgewertet: Das wurde der Klybeckplatz im Herzen Friedlingen in den vergangenen beiden Jahren. Die Erstellung des Quartiersplatzes im Zuge der Sanierungsmaßnahmen im Sanierungsgebiet „Ortsmitte Friedlingen“ war indes eine komplexere Angelegenheit als ursprünglich angenommen. Aber was lange währt, wird gut: Denn nun erstrahlt der Platz im neuen Glanz.
 
Bei den umfangreichen Baumaßnahmen wurde eine sich außer Betrieb befindliche öffentliche WC-Anlage und ein Teil der ehemaligen Bushaltestellenüberdachung abgerissen. Damit schaffte man einen Freiraum, der gut einsehbar ist und nach den Planungen von Landschaftsarchitekt Roland Senger und Architekt Christoph Geisel einen identitätsstiftenden Quartiersplatz in der Mitte von Friedlingen erwarten lässt.
 
„Die Baumaßnahmen dauerten länger als ursprünglich angenommen. Das hatte vielschichtige Gründe. Umso schöner ist es, dass wir nun diesen Quartiersplatz den Menschen übergeben dürfen. Dieser neu geschaffene Freiraum lädt zum Verweilen ein. Hier sollen sich Menschen treffen, miteinander Zeit verbringen, ins Gespräch kommen“, freut sich Rudolf Koger, Erster Bürgermeister der Stadt Weil am Rhein.
 
„Es kam zu Bauverzögerungen. Die Abbrucharbeiten wiesen eine gewisse Komplexität auf. Die WC-Anlage war ein Teil eines zusammenhängenden Gebäudekomplexes, in dem alle Leitungen, wie Gas, Wasser und Strom zusammenliefen“, erklärt Astrid Loquai, die Leiterin der Stadt- und Grünplanungsabteilung. „Und so mussten neue Leitungen geführt und Anschlüsse erstellt werden, um die Versorgung der benachbarten Gebäude zu gewährleisten.“
 
Der Aufwand der damit zusammenhängenden Tiefbauarbeiten sei damit deutlich höher als angenommen gewesen. So mussten weitere Schächte gesetzt werden, der Aushub war wesentlich höher und auch das ausgehobene Material erwies sich als belastet und musste entsprechend kostenintensiv entsorgt werden.
 
Auch bei der Ausstattung war Flexibilität gefragt. Kostengünstigere Varianten in Sachen Beleuchtung wurden gesucht. Und da die beiden Metall-Schirme Sonderanfertigungen darstellen, war es nicht einfach, Angebote zu erhalten. Am Ende waren es drei Ausschreibungen, die getätigt werden mussten. Ganz nebenbei fiel dieses Projekt in eine Phase extremer Materialkostensteigerung.
 
Neben den Schirmen, die beim Blick nach oben einen Aha-Effekt erzeugen und nachts aus dem Inneren leuchten, wurden drei überdimensionierte „Sitzkiesel" vorgesehen. Mit der Platzierung dieses Platzmobiliars, welches das Thema „Auf dem Weg zu Rhein“ aufgreift und mit Sommer, Sonne und Freizeit in Verbindung gebracht werden soll, wird nun auch der Klybeckplatz der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.
 
In den Sommerferien wird noch ein Projekt mit Jugendlichen folgen, die die Stromkästen dem Thema entsprechend bemalen werden. Hierfür hat Architekt Geisel ein Konzept entwickelt, bei den auch die blauen Wände, die nun den Platz umschließen, teilweise miteinbezogen werden.
 
Die Gesamtkosten dieser Baumaßnahmen im Herzen Friedlingens, die im Übrigen ausschließlich von regionalen betrieben durchgeführt wurden, belaufen sich auf rund 274 000 Euro. Das Städtebauförderungsprogramm im Rahmen der Sanierungsmaßnahmen im Sanierungsgebiet „Ortsmitte Friedlingen“ unterstützt dieses Projekt mit rund 68 000 Euro.
 
 
Bildunterschrift:
 
Bild Klybeckplatz: 
 

Der neu gestaltete Klybeckplatz in Friedlingen.