Zeitenwende 1918/19 – Europas größter grenzüberschreitender Ausstellungsreihe 100 Jahre nach Ende des Ersten Weltkrieges.Aktionen im Juni im Museum am Lindenplatz

Weil am Rhein. Noch bis zum 21. Juli 2019 ist die Sonderausstellung „Zeitenwende. Leben im Umbruch. Weil in den 1920er Jahren“ im Museum am Lindenplatz zu sehen. Das Museum ist am Pfingstwochenende am Samstag, 8. Juni von 15 bis 18 Uhr sowie am Sonntag und Montag von 14 bis 18 Uhr geöffnet.

  • Foto: Elke Fischer
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30 miteinander verbundene Ausstellungen in Deutschland, Frankreich und der Schweiz zur Zeitenwende 1918/19 bilden das größte grenzüberschreitende Ausstellungsprojekt zum Ende des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren. Über 200.000 Personen dürften die beteiligten Ausstellungen besucht haben. Die Ausstellung im Museum am Lindenplatz mit bislang über 2.000 Besuchern befasst sich mit der Anfangszeit der jungen Demokratie und deren Probleme, wie die Integration von Kriegsheimkehrern, Flüchtlingen und alltäglichen Problemen wie Wohnungsmangel, Arbeitslosigkeit und Versorgungsengpässen. Mit der Hyperinflation von 1923 verschärft sich für viele Weiler die wirtschaftliche Not. Zeitgleich nimmt die Moderne Einzug ins Stadtbild. Ein neuer Stadtteil im Stil der Gartenstadt entsteht. Modern ist auch die neue Frau, die 1919 zum ersten Mal wählen und gewählt werden durfte. Die Goldenen Zwanziger sind kulturell der Ausdruck eines neuen Lebensstils, der modisch mit Bubikopf, kurzen Röcken und verbunden mit einer Sehnsucht nach einem freien Leben ohne Zwänge und Konventionen zum Ausdruck kommt. Ein umfassendes Rahmenprogramm für Groß und Klein hat bislang einzelne Aspekte der Ausstellung aufgegriffen und vertieft.

Noch zwei Termine stehen im Monat Juni aus. Am Mittwoch, 12. Juni treffen sich zum letzten Mal die Museumskids mit Heidi Hajosch von 16.30 bis 18.30 Uhr im Museum am Lindenplatz. Hierbei dreht sich alles um „Die exotische Welt der 1920er Jahre“. Am Sonntag, den 16. Juni um 11.15 Uhr findet zum zweiten Mal ein politischer Stammtisch im Museum am Lindenplatz statt. Bezugnehmend auf die jetzige Ausstellung wird das Thema „Politische Polarisierung vor 100 Jahren und heute. Gefahren für die Demokratie?“ aufgegriffen. Teilnehmer sind Marion Dammann, Eugen Katzenstein, Armin Schuster und Rainer Stickelberger. Die Moderation übernimmt Matthias Zeller. Um Anmeldung wird für beide Veranstaltungen gebeten im Kulturamt unter 07621/704412 oder per Email an: b.brutscher@weil-am-rhein.de.


MUSEUM AM LINDENPLATZ
Lindenplatz/ Bläsiring, 79576 Weil am Rhein

Öffnungszeiten:
jeden Samstag 15.00-18.00 Uhr
jeden Sonntag/Feiertag 14.00 - 18.00 Uhr geöffnet
Führungen für Gruppen und Schulklassen außerhalb der Öffnungszeiten auf Anfrage

Info:
Kulturamt Stadt Weil am Rhein, Humboldtstr. 2, 79576 Weil am Rhein
Tel: 07621/704416, b.brutscher@weil-am-rhein.de; www.museen-weil.de