Weil am Rhein ist Teil des "Smart Climate Projekts" zur Erfassung der Klimadaten im Dreiländereck

Mit dem Klimawandel werden Hitzeperioden häufiger, länger und intensiver. Das führt dazu, dass es in dicht besiedelten Gebieten und in der Agglomeration zuweilen unerträglich heiß wird. Gerade die Basler Bucht ist hier ein erlebbares Beispiel.

Als eine von 20 Gemeinden im Dreiländereck beteiligt sich die Stadt Weil am Rhein am Schweizer Projekt "Smart Climate Plug & Sense", einem Sensorik-Netzwerk zur Erfassung des regionalen Mikroklimas. Mit dem Projekt sollen aus den ermittelten aktuellen Klimadaten Rückschlüsse auf den Klimawandel und damit verbunden Möglichkeiten zur Klimaanpassung im städtebaulichen Kontext erarbeitet werden. Der Verein "Smart Regio Basel" in Münchenstein hat in Zusammenarbeit mit dem Lufthygieneamt beider Basel, dem Basler Wetterdienstleister meteoblue AG, den Industriellen Werken Basel (IWB), der Sensirio AG und dem Amt für Umwelt und Energie (AUE) des Kantons Basel-Stadt das Projekt entwickelt.  

Das Projektziel ist die Erstellung eines trinationalen Messwerks, um das lokale Klima im Detail zu studieren, zu modellieren und aus den Ergebnissen Rückschlüsse auf ökologische und ökonomische Maßnahmen ziehen zu können. Die im Bereich der beteiligten Städte und Gemeinden an öffentlichen Orten befestigten Sensoren liefern wichtige Daten für die Stadtplanung und für den Betrieb baulicher Infrastrukturen. Zudem liefern die Geräte im Internet für Einwohnerinnen und Einwohner auch barrierefrei zugänglich nützliche Informationen zur Planung ihrer Aktivitäten. 

In Weil am Rhein werden etwa zehn bis zwölf Standorte ausgewählt. Die Montage der Sensoren, vorzugsweise an Masten der Straßenbeleuchtung und Verkehrsschildern, erfolgt voraussichtlich im Mai, so dass bereits für den kommenden Sommer abrufbare Daten von den jeweiligen Standorten für die Bevölkerung über Internet-Links zur Verfügung stehen. Gemessen werden jeweils Niederschlag, Luftfeuchtigkeit und Lufttemperatur. 

"Das Projekt kommt für uns genau zur richtigen Zeit", erklärt Erster Bürgermeister Christoph Huber, "denn es passt ideal zu unserem eigenen Vorhaben, aus Klimamodellen und Klimadaten die sogenannten Hitzeinseln in Weil am Rhein zu ermitteln, um damit Rückschlüsse für Klimaanpassungsmaßnahmen in der zukünftigen Stadtplanung zu definieren. Das Projekt "Smart Climate Plug & Sense" ergänzt unser Vorhaben, indem es zusätzlich verlässliche Daten zur weiteren Planung unseres Projektes liefert." 

Über das weitere Vorgehen, insbesondere über die genaue Anzahl der Standorte, die genaue Anzahl der Sensoren und deren Standorte wird die Stadtverwaltung die Öffentlichkeit weiter unterrichten und zu gegebener Zeit auch den Internet-Link zum Abruf der Daten zur Verfügung zu stellen.