Stadtteilentwicklung Altweil

Die Stadtverwaltung bedankt sich bei allen Bürgerinnen und Bürgern für ihre rege Teilnahme und die konstruktiven Beiträge beim Auftakt zur Stadtteilentwicklung Altweil am 10. Juli 2019!

"Den dörflichen Charakter bewahren"

Zahlreiche Beiträge bei der Bürgerveranstaltung mit Stadtspaziergang und "Zukunftswerkstatt" im Waggisschopf und Stapflehus am 10. Juli 2019 / Verkehrsthemen großes Anliegen
 
Den dörflichen Charakter bewahren und Lösungen für Verkehrsbelastung finden, das waren neben zahlreichen anderen die beiden Hauptanliegen für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei der Auftaktveranstaltung zum vorgesehenen Sanierungsgebiet Altweil. Beachtlich war die Resonanz der Bürger auf die Einladung der Stadt, ihre Stimme abzugeben.
Nach Stadtspaziergängen aufgeteilt in vier Gruppen mit Oberbürgermeister Wolfgang Dietz, Erstem Bürgermeister Christoph Huber, Stadtplanerin Astrid Loquai und STEG-Projektleiterin Jasmin Rapphold konnten im Anschluss in der "Zukunftswerkstatt" im Waggisschopf und im Stapflehus Kritik und Wünsche für den Stadtteil abgegeben werden. Dabei konnten die Besucher zu fünf verschiedenen Leitthemen jeweils zu Stärken, Schwächen und Wünsche für die Zukunft ihre Kommentare abgeben:
 
Motorisierter Verkehr und Öffentlicher Nahverkehr, Langsamverkehr mit Fußgängern und Radfahrern,Ortsbildgestaltung und öffentlicher Raum,Bausubstanz von Gebäuden Grünflächen und Plätze

Ideensammlung in der "Zukunftswerkstatt"
Zahlreiche Wünsche wurden an dem Abend für Altweil geäußert. Dabei wurde schnell klar: Die Altweiler wissen den dörflichen Charakter ihres Stadtteils sehr zu schätzen und wollen diesen erhalten. Die alte Bausubstanz solle nach Möglichkeit erhalten bleiben. Es wurde aber auch der Wunsch laut, heruntergekommene Gebäude und Stellen im Ortsbild optisch aufzuwerten. Außerdem wurden die zahlreichen alten Brunnen und die schönen Gassen als erhaltenswert genannt. Besonders zu schätzen wissen die Menschen zum Beispiel auch das gesamte Umfeld des Lindenplatzes mit seinen Bäumen.
 
Beherrschendes Thema bei den Spaziergängen war die verkehrliche Belastung durch laute Fahrzeuge und zu hohe Geschwindigkeiten, was nicht nur zu Unsicherheit für Schulkinder im Straßenraum führe, sondern sich auch zu Ungunsten des Radverkehrs auswirke. Gerade bei Haupt- und Hinterdorfstraße ist das Problem wegen des Durchgangsverkehrs besonders groß.
 
In der Sammlung der Kommentare und Vorschläge wurde aber noch viel mehr notiert. So wurde zum Beispiel ein Stadtbus für die Älteren als Verbindung zur Kernstadt gewünscht, ein öffentlicher Treffpunkt, mehr Straßengrün im Ortsbild durch Bäume, ein Café oder eine Schenke zum Einkehren als Alternative zur eher hochpreisigen ansässigen Gastronomie, die Verbesserung der Nahversorgung, eine Boule-Bahn für den Läublinpark, oder eine bessere Beschilderung zur Orientierung für Touristen.
 
Entscheidung über den Sanierungsantrag ist für das Frühjahr 2020 zu erwarten
Die Moderatoren hielten alles schriftlich für die Dokumentation fest, die es für die Antragstellung zum Sanierungsgebiet braucht. Diese wird die Stadtverwaltung im Oktober 2019 dem Gemeinderat vorstellen mit dem Ziel, beim Regierungspräsidium (RP) den Antrag zur Aufnahme in das Sanierungsprogramm zu stellen. Eine Entscheidung des RP, ob die Stadt aufgenommen wird, ist für das Frühjahr 2020 zu erwarten. Die Stadtverwaltung wird die Bürgerinnen und Bürger über den weiteren Verlauf informieren.

Derzeit läuft die Voruntersuchung
Um in Förderprogramme von Land und Bund für das 20 Hektar große Gebiet zwischen Mühlenrain und Läublinpark aufgenommen zu werden, bedarf es zunächst einer Voruntersuchung. Für diese ist auch die Stimme der Bürgerinnen und Bürger gefragt. Dabei sollen folgende Fragen geklärt werden: Gibt es innerhalb des Gebiets Flächen, die neu genutzt werden können? Welche Straßen oder Plätze benötigen eine Neugestaltung? Könnte mit der Renovierung von Gebäuden das Ortsbild aufgewertet werden? Welche Nutzen habe ich persönlich oder hat mein Gebäude von einer Sanierungsmaßnahme? Da es sich bei der derzeitigen Erfassung um eine Voruntersuchung handelt, kann der Umriss des zunächst festgelegten Gebiets noch etwas variieren.

Sanierung Privater Gebäude
Bei einer Stadtteilsanierung wird auch die Sanierung privater Gebäude gefördert, das heißt bei einem Zuschlag durch das RP für das Sanierungsprogramm wird die Stadt mit dessen Hilfe finanzielle Zuschüsse für private Maßnahmen gewähren. Voraussetzung ist, dass das Gebäude in dem Sanierungsgebiet liegt und ein Beratungsgespräch mit der Sanierungsstelle geführt wurde. Dafür werden ein Kostenvoranschlag und eine Maßnahmenbeschreibung benötigt. Zwischen dem Bauherren und der Stadt wird dann ein Vertrag geschlossen. Die Förderung ist nur für umfassende Sanierungen gedacht, bei der mindestens drei Gewerke beauftragt werden. Zum Thema Bezuschussung privater Sanierungen wird die Stadt zu gegebener Zeit noch einmal ausführlicher informieren.

Hintergrund: Stadtsanierung in Weil am Rhein
Die Stadt Weil am Rhein betreibt seit vielen Jahren eine unter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger aktive Stadtentwicklung mit staatlicher Sanierungsförderung. Welches Potential in den Sanierungsprogrammen von Bund und Land steckt, ist in den sichtbaren Veränderungen in der Ortsmitte in Haltingen und den derzeitigen Aktivitäten in Friedlingen zu erkennen. Für den nächsten Entwicklungsprozess im Stadtgebiet unter dem Motto "Weil am Rhein macht's" steht jetzt Altweil im Fokus. Ziel ist entsprechend der sogenannten Städtebauförderrichtlinie die Schaffung weiteren Wohnraums und die Weiterentwicklung des Quartiers.

Kontakt

Stadtverwaltung Weil am Rhein / Stadtbauamt
Rathausplatz 1
79576 Weil am Rhein   
E-mail: altweil@weil-am-rhein.de
Tel: +49 (0)7621/704–612
Fax: +49 (0) 7621/704–126

Informationsmaterial

Bildergalerie zur Veranstaltung vom 10. Juli 2019


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Impressionen von Altweil


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