Kinderrechte in der Ganztagsschule

Um Kinder und Jugendliche gut erreichen zu können und sie in ihrem Alltag abzuholen, wird im Zuge der Umsetzung des Aktionsplans Kinderfreundliche Kommune Weil am Rhein die Kooperation und Vernetzung mit den Schulen in der Stadt weiterhin vertieft und ausgebaut.

Weil am Rhein hat es sich zum Ziel gesetzt, regelmäßig über die Kinderrechte zu informieren. Denn nur wer die eigenen Rechte und die Rechte anderer kennt, kann diese einfordern und wird bestenfalls auch für die daraus resultieren Pflichten sensibilisiert.
 
Bernhard Nopper, Schulleiter der Ganztagsschule zeigt sich dem Thema gegenüber offen: "Seit der Wiedereröffnung der Grundschulen am 29. Juni haben wir im Unterricht den Schwerpunkt auf Deutsch und Mathematik gelegt. Wir wollten aufholen, was in der Zeit des Fernunterrichts nicht so richtig vermittelt werden konnte. Dabei kamen Themen aus dem Sachunterricht zu kurz, das ist leider so. Es ist deshalb sehr erfreulich, dass sich mit Frau Rimkus eine Expertin im Bereich Kinderrechte bereit erklärt hat, dieses Thema mit unseren Zweitklässlern zu bearbeiten. So konnten unsere Schülerinnen und Schüler erfahren, dass Kinderrechte auch für Jungen und Mädchen in Friedlingen bedeutsam sind und dass auch Kinder in den demokratischen und wohlhabenden Ländern oft noch nicht alle Möglichkeiten der Beteiligung und der Einflussnahme nutzen können, die ihnen zustehen," stellt der Schulleiter der Rheinschule, Bernhard Nopper, treffend fest.
 
In den Wochen vor dem Ende des außerordentlichen Schuljahres besucht die Kinder- und Jugendbeauftragte, Michaela Rimkus, im Nachmittagsangebot die Zweitklässler der Rheinschule. Schule eignet sich hervorragend als Ort der Kontaktaufnahme, wenn es darum geht, die Kinderrechte nahe zu bringen und Kinder zur Beteiligung zu ermuntern, weiß Michaela Rimkus. Nach den vier Nachmittagen sind sich die Schülerinnen und Schüler einig: Die Kinderrechte gelten für Mädchen und Jungen gleichermaßen. Eifrig wurde über das gesunde Aufwachsen, elterliche Fürsorge, gewaltfreie Erziehung, das Recht auf Bildung, Information und Beteiligung aber auch über das Recht auf Spiel und Freizeit diskutiert. Die Kinder gestalten zwei Hüpfspiele auf ihrem Schulhof. Der Klassiker "Himmel und Hölle" ist allen Kindern bekannt. "Hüpf ein Wort auf der Telefontastatur" war allen neu und sorgte für Begeisterung. Durch Hüpfen auf die verschiedenen Felder, entsteht das zu erratende Wort. Dieses Spiel vereint gleich mehrere Rechte und fördert ganz nebenbei Orientierungsfähigkeit, Gleichgewichtsfähigkeit, Reaktionsfähigkeit, Rhythmisierungsfähigkeit und Grobmotorik.