Bekämpfung der Asiatischen Tigermücke geht weiter: Was Bürgerinnen und Bürger jetzt tun können / Weitere Freiwillige gesucht

Der nächste Schritt der im vergangenen Jahr gestarteten Aktion zur Tigermückenbekämpfung steht an, denn mit dem Frühlingswetter hat das exotische Insekt wieder Saison. Es gilt zu handeln, bevor in diesem Jahr die erste Generation an Tigermücken ausschlüpft. Auf den vor wenigen Wochen gestarteten Aufruf der Stadtverwaltung zur Gewinnung von ehrenamtlichen Helfern für die Vorort-Begehungen haben sich Bürgerinnen und Bürger gemeldet. Für den Erfolg der Kampagne gegen die weitere Ausbreitung vornehmlich im Stadtteil Friedlingen werden aber weitere freiwillige Kräfte benötigt. Aufgrund der aktuellen Einschränkungen von Kontakten müssen die Schulungen der Freiwilligen zeitlich um einige Wochen verschoben werden, bis die derzeitige Coronakrise wieder mehr Handlungsspielraum zulässt. Die Stadtverwaltung nimmt jedoch jetzt schon gerne Anmeldungen von Interessenten entgegen.

Jetzt nach Brutstätten in Gärten und auf Balkonen Ausschau halten 

Bis aktiv unter Expertenbegleitung "ins Feld" gegangen werden kann, sind die Bürgerinnen und Bürger insbesondere in Friedlingen jetzt schon gefragt. Sie sind gebeten, sich in ihrem Garten, auf ihren Balkonen oder im Hof einen Überblick von möglichen Brutstätten zu verschaffen. Als Brutstätten, in denen Wasser stehen kann, gelten Blumentöpfe ohne Ablauf, Blumentopfuntersetzer, Gullys und Ablaufrinnen, verstopfte oder verbogene Dachrinnen und weitere Gefäße wie etwa Kinderspielzeug. Zu überlegen ist, was davon benötigt wird und ob vielleicht etwas entsorgt werden kann. Aber auch bei der Entsorgung muss daran gedacht werden, die Behältnisse vorher zu reinigen, da sich an diesen noch intakte Eier vom letzten Jahr befinden können. Ansonsten droht eine Verschleppung der Eier. Alle kleineren Behältnisse sollen mit heißem Wasser ausgespült und mit Wasser und Bürste gründlich gereinigt werden.  

Zur Behandlung von Brutstätten teilt die Stadtverwaltung in Friedlingen in den nächsten Tagen wieder B.t.i ausgeteilt. Dieses ist ein biologisches Mittel, das in mögliche Brutstätten in Gärten, auf Terrassen oder auch Balkonen gegeben wird. Bei dem eingesetzten Mittel handelt es sich um ein Eiweiß, das Mückenlarven abgetötet, aber andere Insekten sowie weitere Tieren, Menschen und Pflanzen nicht schadet. Es wird seit Jahrzehnten weltweit eingesetzt. Für die Bekämpfung der Asiatischen Tigermücke hatte die Stadtverwaltung bereits im vergangenen Spätsommer als Sofortmaßnahme BTI ausgeteilt. Weitere Informationen dazu finden sich unter www.weilamrhein.tigermuecke.info.  

Was freiwillige Helfer erwartet 

Die Stechmücken werden ausschließlich durch biologische und physikalische Maßnahmen bekämpft. Gesucht sind Bürgerinnen und Bürger, die sich die gewissenhafte Betreuung eines bestimmten Gebiets zutrauen. Über ein gewisses Maß an Durchsetzungsfähigkeit sollten die Helfer verfügen, da sie in häufigen Kontakt mit der Bevölkerung unter anderem beim Betreten von Grundstücken kommen. Da die Arbeiten durchweg im Freien stattfinden, ist außerdem Wetterfestigkeit gefragt. Vorkenntnisse zum Thema Stechmücken sind keine Voraussetzung, denn alle Helfer werden vor ihrem Einsatz selbstverständlich geschult. Der monatliche Zeitaufwand beträgt je nach Areal zwischen 25 und 70 Stunden. Eventuell anfallende Fahrtkosten innerhalb des zu betreuenden Areals werden selbstverständlich erstattet. 

Kontakt und weitere Informationen 

Interessierte wenden sich bitte bis zum 30. April an das Rechts- und Ordnungsamt der Stadt Weil am Rhein, Manuela Störk, Telefon 07621-704 303, E-Mail: m.stoerk@weil-am-rhein.de. Weitere Informationen zur Asiatischen Stechmücke finden sich im verlinkten Bürgerleitfaden (70,7 KB) sowie im Internet unter www.weilamrhein.tigermuecke.info. 

Beliebte Brutstätten der Tigermücke
Beseitigung der Brutstätten