Rheinpark: Umfassende Umgestaltung startet - Baumfällungen, Abbrucharbeiten und Geländemodellierungen

Mit der Rodung von Bäumen startet am Montag (03.12.2018) die Umgestaltung des Rheinparks. Dies ist der erste Schritt, um der größten öffentlichen Parkanlage im Stadtteil Friedlingen in den nächsten Jahren ein neues und modernes Aussehen zu geben. Ab Januar werden Mauern abgebrochen und Anpassungen des Geländes vorgenommen. 180.000 Euro werden diese Maßnahmen kosten.

Der Rheinpark ist nicht nur die größte öffentliche Parkanlage im Stadtteil Friedlingen. Er ist auch eine der ältesten Parkanlagen im Stadtgebiet überhaupt. Und so ist es nicht verwunderlich, dass sich im Laufe der Jahrzehnte seine Art der Nutzung geändert hat. Eine wachsende Bevölkerung verbunden mit den immer enger werdenden Verflechtungen über den Rhein nach Huningue und Basel haben die Ansprüche an den Park verändert. Nachdem die Stadt die Möglichkeit hatte, von der Rheinhafengesellschaft nördlich des Rheinparks Grundstücke zu erwerben, hat der Gemeinderat im Jahr 2016 beschlossen, diese Gelegenheit zu ergreifen und das Gelände neu zu gestalten. Gleichzeitig soll er in einem weiteren Schritt auch um fast 11.000 Quadratmeter erweitert werden. Das Büro faktorgrün hat mit seinem Konzept im Wettbewerb dazu im März 2017 den Zuschlag für die Umgestaltung erhalten. Das Konzept beinhaltet auch Ergebnisse aus dem Friedlinger Dialog sowie dem Projekt Kinderfreundliche Kommune. Im zweiten Quartal 2019 wird es hierzu einen weiteren Dialogprozess geben. In diesem sollen dann zusätzliche Nutzungsmöglichkeiten diskutiert werden. 

Am kommenden Montag wird eine Spezialfirma mit den Baumfällungen beginnen. Von den 221 vorhandenen Bäumen müssen 57 entfernt werden. 21 davon wären auch ohne eine Parkumgestaltung betroffen, da sie nicht mehr verkehrssicher sind. Gerade Pappeln, typisch als flussbegleitende Bäume, bergen ein nicht unerhebliches Risiko, da es leicht zu Astbrüchen kommen kann. Außerdem stellt eine zu dichte Bepflanzung gerade im öffentlichen Raum auch hinsichtlich der Bildung sogenannter Angsträume ein Handlungsfeld dar. In Zusammenarbeit mit der Präventionsstelle beim Polizeipräsidium Freiburg und dem örtlichen Polizeirevier wurden solche Stellen erkannt. Mit der Auflockerung der Bepflanzung werden diese Angsträume beseitigt. Teil dieser Präventionsmaßnahme ist es auch, das vorhandene Gelände so zu modellieren, dass es möglichst großzügige und weite Sichtbeziehungen gibt. Dies wiederum macht die Entfernung baulicher Anlagen notwendig wie Mauern und Pergolen. Diese Arbeiten werden ab Januar 2019 durchgeführt. 

In einem zweiten Schritt folgen Wegebauarbeiten im Jahr 2019, die noch separat geplant und der Öffentlichkeit vorgestellt werden sollen. Diese Vorstellung dient auch dazu, den Friedlinger Dialog fortzusetzen. Gerade hinsichtlich der Nutzung der Freiflächen gibt es noch vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten, die mit den künftigen Nutzern diskutiert werden sollen.   

Das Projekt der Rheinparkumgestaltung und -erweiterung wird finanziell unter anderem aus dem Sanierungsprogramm "Soziale Stadt" gefördert. Darüber fördert die Europäische Union aus dem Interreg-Programm das Projekt "Vis-à-Vis". Ein gemeinschaftliches Projekt, welches die Städte Huningue und Weil am Rhein umsetzen.