Projekt: „Erstellung von Klimaschutzteilkonzepten für 35 kommunale Nichtwohngebäude"

Es sollen CO2- Minderungskonzepte auf der Basis erneuerbarer Energien und Energieeffizienz erstellt werden, die als Grundlage zukünftiger Gebäudesanierung dienen."

Projektlaufzeit:

01.02.2009 bis 31.03.2010

Partner:

Stadt Weil am Rhein und Arbeitsgemeinschaft folgender Ingenieur- und Architekturbüros:

- Krisztina Renner, Freie Architektin, Weil am Rhein,
- ist-Energieplan GmbH, Kandern,
- Architektinnengemeinschaft Renate Bert & Ursula E. Müller, Dipl. Ing. & Architektinnen, Freiburg
- Gerth, Diplomingenieure und Freie Architekten, Müllheim
- Ingeborg Thor-Klauser, Freie Architekten, Freiburg
- Grundmann+Wiedemann, Architekten, Freiburg

Förderung:  Förderkennzeichen: 03KS0026

Forschungszentrum Jülich

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit

Ziel und Inhalt des Vorhabens

1. Ausgangslage:

Die Stadt Weil am Rhein betreibt seit 1999 ein städtisches Energiemanagement mit dem der Energie- und Wasserverbrauch von 56 kommunalen Nichtwohngebäuden kontrolliert und daraus Sanierungsvorschläge entwickelt werden. Aufgrund der engen finanziellen Situation des städtischen Haushalts wurden Energiesparmaßnahmen meistens mit notwendigen Instandhaltungsmaßnahmen kombiniert. Eine vorausschauende Sanierungsplanung, die auf einer integralen Gebäudeanalyse beruht und deren Ergebnisse sich im Sinne eines Masterplans „energetische Gebäudesanierung" für die Entscheidungsträger darstellen, liegt bis heute nicht vor. Stattdessen wurden Einsparpotentiale pauschal abgeschätzt und erst vor der Umsetzung von Einzelmaßnahmen Einsparungen, Emissionen und Kosten auch quantitativ ermittelt. Daraus ergibt sich die Situation, dass bisher ein quantitatives Gesamtbild zu den noch ausschöpfbaren Einsparpotentialen fehlt. Da zum großen Teil die Bausubstanz noch nicht saniert wurde, ist von einem großen Potential auszugehen. Aus diesem Grund wurde im vergangenen Jahr unter diesem Projekttitel ein inhaltsgleicher Projektantrag beim Bundesministerium für Umwelt (BMU) eingereicht, der am 11.02.2009 bewilligt wurde.

2. Projektablauf und Ziele:

Es soll der Energiebedarf von 16 Liegenschaften mit insgesamt 35 Gebäuden mit Hilfe der DIN V 18599, einer integralen Gebäudeanalyse, ermittelt werden (Anlage 1, Pos1. bis 1.5.) Die nachgeschalteten Sanierungsvarianten (Anlage 1, Pos. 2.1 bis 2.3) untersuchen auf dieser Basis, welche Maßnahmen erforderlich wären, um die gesetzten Ziele zu erreichen. Im dritten Schritt wird mit Hilfe von wirtschaftlichen Faktoren und unter Abgleich des tatsächlichen Verbrauchs die ermittelten Maßnahmen bewertet (Anlage 1Pos. 3.1 bis 3.3.). Zusammen mit einem politisch besetzten Arbeitskreis wird aus dem gesamten Maßnahmenbündel ein individuell zusammengestellter Masterplan „energetische Gebäudesanierung" gebildet (Anlage 1, Pos 4). Der letzte Projektschritt widmet sich der Datensicherstellung und Kommunikation (Anlage 1, Pos. 5.1 bis 5.4).

a) Gebäudeanalyse nach DIN V 18599

Erfassung der Gebäudesubstanz mit der gesamten Anlagentechnik für alle 35 Gebäude. Hierzu kann teilweise auf Daten des Auftraggebers zurückgegriffen werden (siehe Anlage 2). Es sollen alle für den Energieverbrauch relevanten technischen Gewerke (Wärmeerzeugung, Wärmeverteilung, Lüftungs- und Kälteanlagen, Beleuchtung, Einrichtungen der Nutzer z.B. Serverräume, Aufzüge etc, sowie Sanitäreinrichtungen) detailliert untersucht werden.

b) Ermittlung von Sanierungsvarianten

Auf der Grundlage des Energiebedarfs, soll untersucht werden, mit welchen Maßnahmen folgende Sanierungsziele erreichen lassen:

- aktueller Stand des Entwurfs der EnEV 2009

- Unterschreitung Entwurfsniveaus der EnEV 2009 um 30%

Nach der Festlegung des Masterplans „energetische Gebäudesanierung" wird geprüft ob die zusammengestellten Maßnahmen inhaltlich und zeitlich den Zielen der Bundesrepublik Deutschland entsprechen, die in den Beschlüssen von Merseburg im August 2007 festgelegt wurden. Um die energetische Vorgaben der Varianten umzusetzen, soll vorrangig untersucht werden, inwieweit ein Mix aus erneuerbaren Energien in Kombination mit Energieeffizienzmaßnahmen zum Ziel führen kann.

c) Bewertung der Maßnahmen

Die unter b) vorgeschlagenen Maßnahmen werden unter Berücksichtigung des tatsächlichen Energieverbrauchs und unter vorher festgelegten wirtschaftlichen Kriterien bewertet. Die Sanierungsvorschläge der einzelnen Varianten werden gebäudescharf nach Gewerken unterteilt und den Kriterien CO2-Reduktion, Einsparpotential und Kosten zugeordnet. Die Bewertungskriterien werden mit dem Auftraggeber abgestimmt.

d) Masterplan „energetische Gebäudesanierung"

Aus den Maßnahmenlisten wird gemeinsam mit den Entscheidungsträgern, einer Arbeitsgruppe, die aus Vertretern der politischen Gremien sowie der Verwaltung besteht, Sanierungsvorschläge ausgewählt und daraus der Masterplan „energetische Gebäudesanierung" entwickelt. Die politischen Entscheidungsträger sollen damit ein qualifiziertes Instrument zur kurz-mittel- und langfristigen Finanzplanung erhalten.

e) Datenbereitstellung, Auswertung, Kommunikation

Die zuvor ermittelten Daten werden dem Auftraggeber in elektronischer Form zur Verfügung gestellt. Es wird das Dateiformat des angewendeten Fachprogramms akzeptiert. Nach den Vorgaben des BMU ist ein Abschlussbericht anzufertigen. Die Gebäudeenergieausweise sind dem Auftraggeber in elektronischer Form zu überlassen.

Die Nutzer sollen in die Klimaschutzkonzepte einbezogen werden. In Form von Infoveranstaltungen, vor einem gemeinsam ausgewählten Nutzerkreis, werden Empfehlungen zum Energiesparen im Gebäude vorgeschlagen. Die Infoveranstaltungen beschränken sich auf je eine Nutzergruppe (jeweils eine Schule, ein Kindergarten, eine Verwaltung, ein Verein).

 

Projekte der Stadt- und Raumentwicklung

Quartierskonzept "Bleichäcker, Hohe Straße, Vitra"

lntegriertes Quartierskonzept der Stadt Weil am Rhein
für das Quartier ,,Bleichäcker, Hohe Straße, Vitra"
(4,301 MB)

Energieatlas Baden-Württemberg

Der Energieatlas Baden-Württemberg enthält ein großen Daten- und Kartenangebot für die Bereiche Biomasse, Sonne (inklusive Solarkataster), Wasser, Wind, Wärme und Netze.

www.energieatlas-bw.de

velo2025 - Radverkehrskonzept Weil am Rhein

velo2025 - Radverkehrskonzept Weil am Rhein (20,476 MB)

IBA Basel 2020

IBA Basel 2020

www.iba-basel.net

Bauen und Sanieren

Broschüre Bauen und Sanieren (6,312 MB)

Energiebericht der Stadt Weil am Rhein

Klimaschutz- und Energiebericht 2012 (2,666 MB)

Landschaftspark Wiese

Icon Landschaftspark Wiese

Die aktuelle Faltkarte (von 2014) (1,635 MB) präsentiert Aufgaben und Ziele der grenzüberschreitenden Planung in der Wieseebene und stellt umgesetzte Massnahmen vor. Die Faltkarte kann auch im Stadtbauamt bezogen werden. Weitere Informationen: