Leistungen

Parkerleichterungen für besondere Gruppen schwerbehinderter Menschen beantragen ("orangefarbener Parkausweis")

Der "orangefarbene Parkausweis" ist neben dem "blauen Parkausweis" eine weitere Parkerleichterung für besondere Gruppen schwerbehinderter Menschen. Er gilt deutschlandweit.

Besitzen Sie einen "orangefarbenen Parkausweis", haben Sie folgende Berechtigungen, wenn in zumutbarer Entfernung keine andere Parkmöglichkeit besteht:

  • Parken bis zu drei Stunden an Stellen, an denen das eingeschränkte Halteverbot angeordnet ist
    Die Ankunftszeit muss sich aus der Einstellung auf einer Parkscheibe ergeben.
  • Überschreiten der zugelassenen Parkdauer im Bereich eines Zonenhalteverbots
  • Parken über die zugelassene Zeit hinaus an Stellen, an denen Parken erlaubt, aber durch ein Zusatzschild eine Begrenzung der Parkzeit angeordnet ist
  • Parken während der Ladezeiten in Fußgängerbereichen, in denen das Be- und Entladen für bestimmte Zeiten freigegeben ist
  • Parken bis zu drei Stunden auf Parkplätzen für Anwohnerinnen und Anwohner
  • Parken ohne Gebühr und zeitliche Begrenzung an Parkuhren und Parkscheinautomaten
  • Parken in ausgewiesenen verkehrsberuhigten Bereichen außerhalb der markierten Parkstände, wenn Sie den übrigen Verkehr (vor allem den fließenden Verkehr) nicht unverhältnismäßig beeinträchtigen

Die höchstzulässige Parkdauer von 24 Stunden darf nicht überschritten werden.

Achtung: Auf Parkplätzen mit dem Rollstuhlfahrersymbol dürfen Sie mit einem "orangefarbenen Parkausweis" nicht parken. Parkgenehmigungen ("blauer Parkausweis") für diese Parkplätze erhalten nur

  • schwerbehinderte Menschen mit
    • außergewöhnlicher Gehbehinderung,
    • beidseitiger Amelie oder Phokomelie oder vergleichbaren Funktionseinschränkungen sowie
  • blinde Menschen.

Zuständige Stelle

Die Straßenverkehrsbehörde ist für die Erteilung der Ausnahmegenehmigung zuständig.

Die Straßenverkehrsbehörde ist, je nach Ort, in deren Zuständigkeitsbereich Sie Ihren Wohnsitz haben, die Stadtverwaltung oder das Landratsamt.

Abteilung für Verkehr und Tiefbau

Persönlicher Kontakt

Sven Szubin

Abteilungsleiter in der Abteilung für Verkehr und Tiefbau, stellv. Amtsleiter

Telefon07621/704-660
Fax07621/704-55660
Raum 309
Aufgaben
  • Unterhalt und Neubau von Brücken, Brückenprüfungen
  • Neubau von städtischen Straßen
  • Entwässerungsgenehmigungen
Aaron Kunzelmann

Sachbearbeiter in der Abteilung für Verkehr und Tiefbau

Telefon07621/704-667
Raum 301
Andrea Grasser

Sachbearbeiterin im Bereich Untere Straßenverkehrsbehörde

Telefon07621/704-674
Fax07621/704-55674
Raum 301
Aufgaben
  • Verkehrsrechtliche Anordnung
  • Ausnahmegenehmigungen für kurzfristige Baustellen ohne Grabarbeiten
  • Kleinere Veranstaltungen im öffentlichen Verkehrsraum
  • Erteilung von sonstigen Ausnahmegenehmigungen nach der StVO (Schwerbehindertenparkausweise, Handwerkerparkausweise, Befreiung von der Gurt-/Helmpflicht)
  • Sondernutzungen im öffentlichen Verkehrsraum (Infostände, Plakatierungsgenehmigungen, Einrichtung von Halteverboten wegen Umzug, Genehmigung von Containern)
  • Altkleidercontainer
  • Genehmigung von Großraum- und Schwertransporten sowie Ausnahmen vom Sonn- und Feiertagsfahrverbot und Genehmigungen nach der Ferienreiseverordnung
Ralf Schulte

Sachbearbeiter der Stadtwerke, Bereich Straßenunterhalt, Kanalwärter

Telefon07621/704-669
Fax07621/704-55669
Raum 326
Aufgaben
  • Straßenbau (Sanierung und Kleinunterhalt)
  • Feldwege (Unterhalt und Neubau)
  • Entwässerungsgesuchsgenehmigungen
Guillaume Car

Sachbearbeiter in der Abteilung Verkehr und Tiefbau

Telefon07621/704-665
Fax07621/704-55665
Raum 308
Julia Bautz

Sachbearbeiterin im der Abteilung Verkehr und Tiefbau

Telefon07621/704-663
Fax07621/704-55663
Markus Rotzler

Technischer Sachbearbeiter in der Abteilung Verkehr und Tiefbau

Raum 308

Leistungsdetails

Voraussetzungen

Sie können den "orangefarbenen Parkausweis" erhalten, wenn einer dieser Fälle auf Sie zutrifft:

  • Sie sind schwerbehindert mit den Merkzeichen G und B und einem Grad der Behinderung (GdB) von wenigstens 80 allein für Funktionsstörungen an den unteren Gliedmaßen (und der Lendenwirbelsäule, soweit sich diese auf das Gehvermögen auswirken).
  • Sie sind schwerbehindert mit den Merkzeichen G und B und einem GdB von wenigstens 70 allein für Funktionsstörungen an den unteren Gliedmaßen (und der Lendenwirbelsäule, soweit sich diese auf das Gehvermögen auswirken) und gleichzeitig einem GdB von wenigstens 50 für Funktionsstörungen des Herzens oder der Atmungsorgane.
  • Sie sind an Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa erkrankt und der hierfür festgestellte GdB beträgt wenigstens 60.
  • Sie haben einen künstlichen Darmausgang und zugleich eine künstliche Harnableitung und der hierfür festgestellte GdB beträgt wenigstens 70.

Achtung: Entscheidend ist der einzelne GdB für die jeweils genannte Funktionsstörung und nicht der gesamte GdB, der sich aus der Summe einzelner Funktionsbeeinträchtigungen ergibt.

Verfahrensablauf

Sie müssen den "orangefarbenen Parkausweis" schriftlich bei der Straßenverkehrsbehörde beantragen. Das Formular erhalten Sie dort. Je nach Angebot der für Sie zuständigen Straßenverkehrsbehörde können Sie es auch im Internet herunterladen.

Die Straßenverkehrsbehörde leitet Ihren Antrag im internen Prüfungsverfahren an die Versorgungsbehörde weiter. Dort prüft der ärztliche Dienst, ob Sie die Anspruchsvoraussetzungen erfüllen. Als Grundlage für die Entscheidung dienen die Schwerbehindertenakten und die darin enthaltenen Feststellungen und Beurteilungen.

Bei Erfüllung der Voraussetzungen erhalten Sie den "orangefarbenen Parkausweis" üblicherweise für fünf Jahre. Danach können Sie eine Verlängerung beantragen.

Wird Ihr Antrag abgelehnt, können Sie bei der Straßenverkehrsbehörde Widerspruch gegen die Entscheidung einlegen.

Erforderliche Unterlagen

  • Schwerbehindertenausweis
  • bei Verlängerung: zusätzlich alter Parkausweis

Kosten

üblicherweise keine

Vertiefende Informationen

Diese Regelungen gelten nicht auf Privatgelände.

Freigabevermerk

Dieser Text entstand in enger Zusammenarbeit mit den fachlich zuständigen Stellen. Das Verkehrsministerium hat dessen ausführliche Fassung am 22.01.2020 freigegeben.

 

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www.fuehrungszeugnis.bund.de

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