Hohe Fördermittel des Landes für Breitbandausbau in Weil am Rhein

Einen beachtlichen Förderbescheid des Landes Baden-Württemberg für den Ausbau der Breitbandinfrastruktur konnte am vergangenen Samstag Oberbürgermeister Wolfgang Dietz gemeinsam mit dem Vertreter des Zweckverbandes Breitband, Axel Moick bei einer zentralen Veranstaltung in St. Blasien entgegennehmen.

In einer konzertierten Aktion unterstützen Bund und Land die Kommunen in ihren Anstrengungen, die Infrastruktur für die digitale Nutzung zu verbessern. Innenminister Thomas Strobl unterstrich bei der Übergabe das ehrgeizige Ziel, zügig eine flächendeckende Versorgung im Land zu erreichen, die für die wirtschaftliche Entwicklung essentiell ist. Strobl betonte dabei die einhellige Unterstützung im Bundes- und im Landtag, die es ermöglicht habe, das Ziel in den öffentlichen Haushalten abzusichern. Während das Land die Maßnahmen mit 40% fördert, steuert der Bund weitere 50% bei, weshalb die Nachfrage bei allen Kommunen fortgesetzt hoch ist.
 
Die Förderung des Landes, die förmlich an den Zweckverband Breitband gerichtet ist, unterstützt in der aktuellen Tranche mehrere Maßnahmen in Weil am Rhein mit einem geschätzten Bauvolumen von € 1,655 Mio. Hierfür fließen jetzt Landesmittel in Höhe von voraussichtlich € 662.014,70. Dabei handelt es sich um vorläufige Beträge, die auf Kostenermittlungen des Zweckverbandes Breitband für die erforderlichen Grabarbeiten und die Leitungsverlegung beruhen. Bund und Land beteiligen sich mit ihrem Fördersatz am Ende an den schlussgerechneten Kosten.
 
„Die Notwendigkeit, die Breitbandinfrastruktur auszubauen, liegt auf der Hand. Unsere Wirtschaft und unsere Bildungseinrichtungen brauchen diese Anschlüsse, Sie müssen in der Zukunft so selbstverständlich sein wie die Versorgung mit anderen Medien wie Strom, Wasser, Abwasser und Gas“, sagte dazu Oberbürgermeister Wolfgang Dietz anlässlich der Veranstaltung in St. Blasien.
 
Unternehmen, die sich in der nächsten Zeit im Lofo-Gewerbepark ansiedeln, hätten den Breitbandanschluss in ihren Gesprächen mit der Stadt als selbstverständliche Bedingung vorausgesetzt. Deshalb genießt auch die Erschließung, die über die Lustgartenstraße erfolgt, derzeit hohe Priorität. Ganz oben angesiedelt ist in Weil am Rhein auch die Breitbanderschließung der Schulen, die in Weil am Rhein – wie das Hauptamt berichtet – für alle weiterführenden Schulen bereits erfolgt ist. Zu den jetzt bezuschussten Maßnahmen gehören unter anderem eine Leitung in Märkt zwischen Ortsverwaltung und Grundschule, Leitungen in Haltingen zur Hans-Thoma-Schule im Westen, durch die Große Gass und die Markgräfler Straße zur Alten Schule. Im Bereich der Kernstadt geht es um Verbindungen von der Weidstraße unter der Autobahnzollanlage hindurch bis zur Rheinschule sowie unter den Bahnanlagen hindurch bis zur Humboldtstraße. Im Übrigen werden auch die Karl-Tschamber-Schule und die Leopoldschule über Leitungsführungen in Alt-Weil angebunden.
 
Als zukunftsgerichtet und praktisch sinnvoll sehen es Oberbürgermeister Wolfgang Dietz und Axel Moick vom Zweckverband Breitband an, dass sich der Zweckverband beispielsweise immer dann bei Maßnahmen anschließt, wenn die Weiler Stadtwerke Nahwärmeleitungen verlegen wie aktuell in der Humboldt- und der Müllheimer Straße oder Tiefbauarbeiten anderer Art damit verbunden werden können. Die Zusammenarbeit zwischen Zweckverband, Stadtverwaltung und Stadtwerken sei eng und vielversprechend.
 
Das Bild zeigt von links nach rechts:

Innenminister Thomas Strobl (CDU)
Oberbürgermeister Wolfgang Dietz
Axel Moick, stellv. Geschäftsführer Zweckverband Breitband