Groß und Klein schwingen das Tanzbein

Das Internationale Bläserfestival in Weil am Rhein ist erfolgreich beendet worden

Die israelische Band Quarter to Africa regte das Publikum am letzten Tag des Internationalen Bläserfestivals zum Tanzen vor der Bühne an. Bildquelle: Kulturamt / Oliver Welti


Der weite Weg aus Israel hat sich für die Band "Quarter to Africa" gelohnt, denn sie erlebte am letzten Tag des Internationalen Bläserfestivals selbst eine Premiere. Obwohl die fünf Musiker schon weltweit auf vielen Bühnen standen, trat bisher noch nie der Fall ein, dass Kinder aus dem Publikum auf der Bühne mit ihnen getanzt haben. Das Ganze geschah auch noch passender Weise zu einem Song, der von Kindern handelt.

Doch nicht nur die Kinder waren von diesem Auftritt begeistert, auch viele Erwachsene tanzten vor der Bühne zu den orientalischen Ethno-Jazz-Funk-Klängen. Zuvor hatte am Samstag die Band Supercharge unter der Leitung von Bandleader Albie Donnelly trotz starker Sonneneinstrahlung auf der Bühne 90 Minuten lang alles gegeben, um einen Rhythm-and-Blues-Orkan zu entfachen. Auch hier Sprang der Funke auf das Publikum über und es wurde vor der Bühne getanzt. Durch die Erweiterung der Veranstaltungsfläche auf das Podest an der Westseite des Rathausplatzes fasste der Veranstaltungsbereich mehr Menschen als bei der letzten Durchführung im Jahr 2019. Die dort aufgestellten Bänke und Tische wurden sehr gut angenommen.

Am Freitagabend hatten Malaka Hostel und die US-amerikanische Blues- und Rootsmusik-Formation Hazmat Modine das Publikum begeistert und am Donnerstagabend konnte die Stadtmusik das Festival noch bei schwüler Hitze eröffnen, bevor es während des Auftritts der italienischen Band Veeblefetzer aufgrund von starkem Wind und Regen unterbrochen werden musste. Die Gruppe Erwin & Edwin machte an diesem Abend das beste aus der wetterbedingten Einschränkung und spielte zu später Stunde unplugged im Foyer des Rathauses.

Insgesamt zeigte man sich seitens Kulturamt, das das Internationale Bläserfestival veranstaltet, sehr zufrieden mit dem Ergebnis: "Bei Freiluftveranstaltungen muss man immer mit Wetterkapriolen rechnen, insofern war die Unterbrechung durch Wind und Regen am Donnerstag extrem schade, aber eben nicht vermeidbar. Angesichts der Tatsache, dass wir insbesondere am Samstag sehr viele Besucherinnen und Besucher verzeichnen konnten, und dass die ausgewählten Bands beim Publikum gut ankamen und wir bis auf Wind und Regen keine negativen Vorkommnisse verzeichnen mussten, freue ich mich über die erste erfolgreiche Durchführung des Festivals seit drei Jahren", lässt Amtsleiter Peter Spörrer wissen.

Wenn es die Pandemie zulässt, dann soll das Festival im kommenden Jahr wieder an den beiden ursprünglichen Orten stattfinden: auf dem Rathausplatz und auf dem Sparkassenplatz.