Es wird immer konkreter

 Bürgerbeteiligungsprojekt „Vielfalt (er) leben: Eckpunkte sind festgelegt

Die Themen Vielfalt, Zusammenleben und Teilhabe stehen beim Bürgerbeteiligungsprojekt in Weil am Rhein im Fokus. Bildquelle: Stadtverwaltung Weil am Rhein / Bähr

Einen großen Schritt hat das Bürgerbeteiligungsprojekt „Vielfalt (er) leben“ gemacht. Nach der Ist-/Soll-Analyse zu den Themen Vielfalt, Zusammenleben und Teilhabe haben sich die teilnehmenden Weilerinnen und Weiler nun darauf geeinigt, auf welche Herausforderungen sich das Projekt zunächst konzentrieren soll. Bei der Auftaktveranstaltung im Rathaus waren mehr als 50 Personen aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten und Kulturen zusammengekommen.
 
„Wir sind begeistert, wie viele Menschen aus ganz unterschiedlichen Bereichen zusammengekommen sind. Einige waren erstmals dabei“, freut sich Anu Karjalainen, die Referentin für Flüchtlingsintegration der Stadt. Die Anwesenden wurden von Oberbürgermeister Wolfgang Dietz begrüßt, ehe Karjalainen das Projekt nochmals vorstellte. Frank Jessen vom Kooperationspartner IBIS-Institut moderierte die Veranstaltung, die musikalisch von Miranda Hashani, einer nordmazedonischen Sängerin, umrahmt wurde.    
 
In vier verschiedenen Themengruppen wurden die Herausforderungen diskutiert, Ideen ausgetauscht und Erfahrungen gesammelt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten ebenfalls gewichten, auf welche Eckpunkte man sich in Zukunft fokussieren sollte. Nachfolgend gibt es das Ergebnis dieser Einteilung:
 
Bildung & Arbeit
-        Jugendangebote ausweiten
-        Elternarbeit an Kitas und Schulen stärken
-        Mehr Freizeitangebote für Kinder schaffen
 
Sprache & Kommunikation
-        Einfache Sprache verwenden
-        Kinderbetreuung für Sprachkurse realisieren
-        Niedrigschwellige Informationen und Angebote bereitstellen analog und digital
 
Wohnen & nachbarschaftliche Begegnung
-        Zentrale Begegnungsorte schaffen
-        Belebung öffentlicher Plätze
-        Vorbehalte und Ressentiments auf Seiten der Vermieterinnen und Vermieter abbauen
-        Zusammenbringen von Mietern und Vermietern
 
Identität & Zusammenwachsen
-        Mehr Veranstaltungen in der Kernstadt
-        Das Stadtgebiet verbindende Aktionen und Veranstaltungen durchführen
-        Aufbrechen von starrer Stadtteilzugehörigkeit
 
 
„Dieser Austausch war wichtig und hat das Projekt weiter vorangebracht. In der nächsten Phase geht es darum, konkrete Maßnahmen zu entwickeln“, erklärt Karjalainen. „Wie können und sollen die zukünftigen Herausforderungen in der Praxis überwunden werden.“  Darauf gilt das Hauptaugenmerk bei den so genannten Expertenworkshops, die am 1. und 2. Juli im Kleinen Sitzungssaal stattfinden.
 
Am Freitag, 1. Juli, stehen die Themen Bildung und Arbeit (von 16 bis 18 Uhr) sowie Sprache und Kommunikation (18.30 bis 20.30 Uhr) und am Samstag, 2. Juli, Wohnen und nachbarschaftliche Begegnung (11 bis 13 Uhr) sowie Identität und Zusammenwachsen (14 bis 16 Uhr) auf dem Programm. „Wir möchten bei diesen Workshops konkrete Ideen für ein Maßnahmenpaket sammeln und formulieren“, meint Karjalainen, die wieder auf eine rege Beteiligung hofft.


Weitere Informationen zum Projekt gibt es im Internet unter www.weil-am-rhein.de/vielfalterleben, per E-Mail unter vielfalterleben@weil-am-rhein.de oder per Telefon unter 07621/704-155 (Frau Karjalainen).