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Startseite Unsere Stadt Geschichte

Kapitelübersicht

1. Das Dorf am Schlipf

2. Standortvorteil Straße - Schiene - Wasser

3. Der Weg zur Großen Kreisstadt

4. Die Stadt der Stühle heute (Teil 1)

5. Die Stadt der Stühle heute (Teil 2)

Die Stadt der Stühle heute (Teil 1)

Hauptsächlich in den letzten 20 Jahren wurden in der Stadt zukunftsweisende Entwicklungen vorangetrieben, die das Gesicht der Stadt abermals veränderten. Und ein Ende dieser Entwicklung ist noch lange nicht abzusehen. Genannt seien an dieser Stelle in erster Linie der Umbruch und die bauliche Entwicklung im Stadtteil Friedlingen. Das Rheincenter in FriedlingenHier wurden drei stillgelegte Industrieareale, namentlich die Textilfabriken „Schetty“, „Schusterinsel“ und „Schwarzenbach“ revitalisiert. Neu angesiedelt haben sich auf dieser über 8 ha großen Industriefläche Firmen wie Endress + Hauser (Meßtechnikbetrieb), TFL (Lederwarenprodukte), oder die Firmenneugründung Memory-Metall GmbH (Hochleistungsmetallprodukte für Medizintechnik, Autoindustrie und Raumfahrt). Ein großes Einkaufszentrum, das "Rheincenter", wurde für die Kundschaft im Dreiland errichtet und beherbergt unter anderem ein großes Kinocenter. Auch in die Wohn- und Geschäftshausbebauung entlang der Hauptstraße und der Blauenstraße wurde investiert, so dass das Stadtbild von Friedlingen nachhaltig positiv verändert wurde.

Der attraktiv gestaltete „Hüninger Platz“ an der Hauptstraße hat sich zu einem Ort zahlreicher kultureller Veranstaltungen etabliert. Auf dem ehemaligen Schwarzenbachareal entstand zwischen 1989 und 1996 ein kulturelles Zentrum mit einer Mischung aus Wohnen, Arbeiten und Kultur. Auch der erweiterte Rheinpark mit einem Cafe und einer Schiffsanlegestelle für die Personenschifffahrt tragen hier zu den Freizeitbedürfnissen der Bevölkerung bei. Somit wurde dieser Stadtteil als Wohn-und Arbeitsquartier erheblich aufgewertet.

Die Dreiländerbrücke zwischen Weil am Rhein und HuningueIm Rheinpark findet man auch die Dreiländerbrücke, die die Stadt Weil am Rhein mit ihrer französischen Partnerstadt Huningue verbindet. Sie hat eine Gesamtlänge von rund 250 Metern und wurde von Dietmar Feichtinger (Architekt) und Wolfgang Strobl (Bauingenieur, LAP Leonhardt Andrä &  Partner) entworfen und erbaut. Bauherren waren die Stadt Weil am Rhein und die Communauté de Communes des Trois Frontières.  Die Bogenbrücke aus Stahl wirkt durch ihre Konstruktion sehr filigran und spannt sich wie ein Regenbogen über den Rhein.
 
Für die Konstruktion der Brücke wurden rund 1000 Tonnen Stahl verarbeitet. Die so genannte Mittelspannweite der Brücke beträgt 238 Meter, welche ihr den Weltrekord in der Kategorie "Längste freitragende Rad- und  Fußgängerbrücke" einbrachte. Das Projekt wurde unter anderem durch einen Zuschuss der Europäischen Union in Höhe von 1,68 Millionen  Euro gefördert. Nachdem im Januar 2007 mit mehr als 1000 Beteiligten sowohl von deutscher als auch französischer Seite ein Schwingungstest durchgeführt wurde, um das Schwingungsverhalten der Brücke zu testen, konnte sie im März  2007 für die Öffentlichkeit freigegeben werden.  Beim zweitägigen Brückenfest "vis à vis" im Sommer 2007 feierten über 75.000 Besucher die "neue Verbindung" über den Rhein. Seitdem hat die Dreiländerbrücke viele Preise gewonnen, u.a. den Deutschen Brückenbaupreis 2008, die Arthur G. Hayden-Medaille 2008 und den Renault Traffic Award 2007.

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