Sie entspricht in etwa einem Bedarf von 12 Einfamilienhäusern. Dennoch kann auf den Bau einer konventionellen Heizung verzichtet werden. Die gesamte Wärmeleistung wird aus oberflächennahem Grundwasser entnommen. 10 Liter pro Sekunde werden aus einem Brunnen gefördert, der 12 Meter in der Tiefe liegt. Über einen Wärmetauscher erfolgt dann eine Abkühlung des Wassers auf 7°C, ehe es wieder eingeleitet wird. Dies ist ausreichend, um das gesamte Gebäude in den Wintermonaten zu beheizen. Der notwendige Strom für die Pumpen wird über eine Photovoltaikanlage produziert, die rund 346.000 € netto kostet. Die nach Süden geneigten Dachteile werden genutzt, um Sonnenenergie möglichst effizient einzufangen. Aufgrund der Berechnungen der Fachplaner ist davon auszugehen, dass etwa 46 % der notwendigen elektrischen Energie des Gebäudes gewonnen werden kann. Die installierte Leitung von 87,5 kWpeak bewirkt eine Vermeidung von rund 50 Tonnen Kohlendioxid-Ausstoß pro Jahr. Über die Einspeisevergütung errechnet sich eine Amortisation nach 14 Jahren.
Abgerundet wird das energetische Konzept durch eine Regenwasserzisterne, die direkt unter dem Schlauchturm platziert wird und etwa 25 m³ Regenwasser aufnehmen kann, was zu Übungszwecken der Feuerwehr und für Reinigungsarbeiten eingesetzt wird. Ein Befüllen der Tanklöschfahrzeuge ist aufgrund hygienischer und lebensmittelrechlicher Vorschrift jedoch nicht möglich. Die großen Hof-, Abstell- und Rangierflächen werden über zwei große Regenwasserrigolen versickert und damit wieder dem Grundwasser zugeführt. Gemeinsam mit der Anfangs umstrittenen Holzfassade ergibt sich somit ein energetisch und ökologisch beispielhaftes Gebäude.
