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28.09.2006 Mit dem Kreisel Otterbach in den Gemeinderat - Zentrale Feuerwache und neuer Betriebshof sollen an den Otterbacher Kreisel


Modellfoto der zukünftigen Feuerwache mit Betriebshof
In der von Oberbürgermeister Wolfgang Dietz initiierten Arbeitsgruppe unter Mitwirkung von Bezirksbrandmeister Jürgen Link vom Regierungspräsidium Freiburg sowie Stadtbrandmeister Klaus Gempp wurde der Bereich beim Otterbacher Kreisel als geeigneter Standort für eine zentrale Feuerwache definiert. Gleichzeitig hat die Machbarkeitsstudie des Amtes für Gebäudemanagement und Umweltschutz nachgewiesen, dass eine Verlagerung des Betriebhofes ebenfalls in diesen Bereich sinnvoll ist und nicht unerhebliche Synergien beinhaltet. Bezirksbrandmeister Link empfiehlt: "Werden Sie beim Standort Kreisel Otterbach aktiv." Darin finden vier Abteilungen Platz, nachdem am Dienstagabend der erweiterte Friedlinger Feuerwehrausschuss einstimmig befürwortet hat, an den Otterbacher Kreisel zu gehen. "Der wichtigste Punkt für die Feuerwehr ist eine zeitnahe bauliche Realsierung der Feuerwache", so Stadtbrandmeister Klaus Gempp, der mit dem Ergebnis aus der Arbeitsgruppe hochzufrieden ist.

Nach den Informationen in der Öffentlichkeit aus den vergangenen Wochen konnte der Eindruck entstehen, dass eine Standortentscheidung weg vom so genannten "Ohr" zum Kreisel am Otterbach bereits beschlossene Sache sei. Diesem Eindruck entgegnet Oberbürgermeister Wolfgang Dietz, der davon spricht, dass "es richtig ist, dass zunächst die Freiwillige Feuerwehr aus feuerwehreinsatz-taktischem Gründen Standorte beleuchtet. Aus diesem zentralen Punkt haben sich alle anderen Kriterien abzuleiten."

Die Analyse sowohl innerhalb der Feuerwehr als auch in der Arbeitsgruppe haben aus diesem Einsatzkonzept heraus beide Standorte als nahezu gleichwertig betrachtet. Ein zentrales Kriterium sind die Richtzeiten, die zwischen der Alarmierung der Rettungskräfte und deren Eintreffen am Einsatzort sind. So dürfen zwischen der Alarmierung und dem Eintreffen an der Einsatzstelle nicht mehr als 10 Minuten vergehen. Deshalb galt es, nachdem das "Ohr" und der Kreisel am Otterbach für die Feuerwehr gleichwertig waren, die verkehrlichen Beziehungen und Verflechtungen zu untersuchen.

Schon frühzeitig hat man in Absprache mit dem zuständigen Referat beim Regierungspräsidium Freiburg eine Leistungsfähigkeitsberechnung der B 3, der B 532 und der Römerstaße in Auftrag gegeben. Grundsätzlich bejaht das Gutachten zwar die Leistungsfähigkeit eines Kreisels B532/Römerstraße und schlägt zugleich aber eine Lichtsignalanlage an der Kreuzung von der B 3 zur Auffahrt zur B 532 vor. Weiter wird aber im Gutachten auch festgestellt, dass "eine Verbindung verschiedener Knotenpunktformen nicht sinnvoll" ist. Damit ergibt sich eine Erschwernis für die einrückenden Feuerwehrleute. Diese betrifft nicht nur die Haltinger Wehrleute, sondern auch die Richtung aus Süden auf der B 3 kommenden, also vom Otterbach, der Leopoldshöhe und teilweise Friedlingen.

"Diesen Schwierigkeiten ist nur mit sehr hohem finanziellem Erschließungsaufwand zu begegnen und auch dann sind die Probleme nicht befriedigend lösbar", so Oberbürgermeister Wolfgang Dietz. Das habe die externe Begutachtung eindeutig ergeben. Eine Entlastung der Straßen in diesem Bereich ist auch langfristig nicht zu erwarten, so dass sich die Probleme eher noch verschärfen werden.

Diese Tatsache hat entscheidende Auswirkungen auf die abschließende Standortentscheidung. Die Erschließungssituation beim LGS-Parkplatz sowie die störungsfreien Anfahrtswege spielen dabei ebenfalls eine wichtige Rolle. Durch den Schlaufenkreisel, den Kreisel B 3/Basler Straße sowie den Kreisverkehrsplatz am so genannten Stuhlkreisel, sind langfristig ampelfreie Zufahrtswege garantiert. Dies gilt auch für die einrückenden Feuerwehrleute aus Alt-Weil und Friedlingen.

Der Vorschlag der Arbeitsgruppe an den Gemeinderat wird die Zusammenführung der drei Abteilungen Leopoldshöhe, Otterbach, Alt-Weil und Friedlingen vorsehen.

Die von Oberbürgermeister Wolfgang Dietz ins Gespräch gebrachte Zusammenführung mit dem Betriebshof ist nach der Machbarkeitsstudie des Amtes für Gebäudemanagement und Umweltschutz möglich. Aus diesen Überlegungen ergeben sich völlig neuen Ansätze, sowohl im Hinblick auf die zeitliche Realisierung der Feuerwache als auch im Hinblick auf die zeitliche Umsiedlung des Betriebshofes.

Die Ergebnisse der Arbeitsgruppe sollen nun den Gremien vorgestellt werden. Dem Gemeinderat wird in der Sitzung vom 7.11.2006 ein entsprechender Beschlussvorschlag unterbreitet.

 

"Ich bin sehr zufrieden, dass sich nun eine realisierbare, viele Wünsche befriedigende Lösung abzuzeichnen beginnt. Die Feuerwehr hat unsere ganze Unterstützung verdient," sagte dazu Oberbürgermeister Wolfgang Dietz.



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