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18.06.2008 Entscheidung für neue zentrale Feuerwache und Betriebshof steht bevor - Ausschüsse empfehlen dem Gemeinderat das 10,975 Mio. teure Millionenobjekt zu realisieren


Modellfoto der zukünftigen Feuerwache mit Betriebshof
"Es ist ein Gebäude, auf das wir uns freuen können", so Oberbürgermeister Wolfgang Dietz. "Es ist die größte Hochbaumaßnahme der Stadt seit dem Bau des Laguna-Badelandes. Wir schaffen dem Betriebshof ein modernes, funktionales Gebäude, damit dieser seine Tätigkeiten wahrnehmen kann. Für die Feuerwehr bedeutet die Zusammenlegung von vier Abteilungen eine zukunftsweisende Systementscheidung", so Oberbürgermeister Wolfgang Dietz weiter. Im November 2007 wurde dem Gemeinderat das Wettbewerbsergebnis aus dem Architektenwettbewerb vorgestellt. Die damals als Kostenschätzung ermittelten Angaben ergaben ein Investitionsvolumen von 10,548 Mio. ¤. Darin enthalten war noch nicht die Ausstattung für die Feuerwehr und den Betriebshof.

Mit dem Architekturbüro "Drei Architekten" aus Stuttgart und den beauftragten Fachplanern sowie den Nutzern des Gebäudes wurde das Gesamtkonzept auf Optimierungsmöglichkeiten hin überprüft. Die Reduzierung bei den Garagen und Carports für den Betriebshof, die Verringerung der Gebäudebreite bei der Feuerwehr um 0,5 m sowie Änderungen der befestigten Hofflächen haben die Kosten für das Bauwerk reduziert.

Außerdem ist es gelungen, 32 öffentliche Parkplätze auf dem LGS-Parkplatz mehr zu erhalten, als man ursprünglich für möglich gehalten hatte. Gleichzeitig wurde die Ausstattung entsprechend den Bedürfnissen und Notwendigkeiten eingefügt. Zunächst ging man hierbei von einem Betrag von 1,34 Mio. € aus. Nach intensiven Abstimmungen mit den Nutzern und den Fachplanern konnte der Betrag auf 923.000 € reduziert werden. Darin enthalten sind unter anderem Großpositionen wie die Atemschutzwerkstatt mit rund 143.000 € sowie die Schlauchwaschanlage und die Schlauchtrocknung mit rund 95.500 €. Ebenso enthalten ist ein zweites Salzsilo für den Betriebshof, welches mit 50.000 € veranschlagt ist.

Der rechtwinklige Baukörper mit einer Länge von ca. 75 x 61 m umschließt einen umbauten Raum von 29.500 m³. Die Fassade soll aus sibirischer Lärche hergestellt werden.

Im Bereich des Bauvorhabens auf dem LGS-Parkplatz befindet sich eine oberflächennahe grundwasserführende Schicht. Dieser Grundwasserstrom wird genutzt, um die gesamte Heizenergie zu generieren. Dazu wird das Grundwasser mit seiner Temperatur von 10 bis 12 °C im Jahresdurchschnitt entnommen, auf rund 7 °C abgekühlt und danach wieder eingeleitet. Ergänzt wird diese oberflächennahe Geothermie durch zusätzliche Solarkollektoren, die 50 m² haben werden. Nachgewiesen wurde auch die Wirtschaftlichkeit für eine Photovoltaikanlage. Da diese jedoch aufgrund des Bauablaufes erst im Jahr 2010 installiert wird, wird die endgültige Entscheidung erst in einem Jahr getroffen, wenn die dann geltenden Konditionen für die Investition, die Zinskonditionen und die Einspeisevergütung fest stehen.

Die geneigten Flachdächer werden mit einer Dachbegrünung versehen. Das Dachwasser wird in einer Zisterne unter dem Schlauchturm gesammelt und zur Grauwassernutzung in den Toilettenanlagen und für Übungszwecke der Feuerwehr Verwendung finden. Das gesamte Oberflächenwasser aus den befestigten Hofbereichen mit Ausnahme des Außenwaschplatzes und den unmittelbaren Bereich der Salzsilos wird gesammelt und in zwei Versickerungsrigolen wieder dem Naturhaushalt zugeführt.

„Mit diesem Energiekonzept werden wir einen beachtlichen Beitrag zur Schonung der Primärenergieressourcen leisten. Die Vorschläge der Fachplaner hierzu sind vorbildlich", so Oberbürgermeister Wolfgang Dietz.

Nach dem Votum der beiden Ausschüsse trifft nun der Gemeinderat am kommenden Dienstag die endgültige Entscheidung. Vorgesehen ist die Einreichung des Bauantrages und nach deren Vorliegen, ca. Ende September 2008, die Durchführung der Ausschreibung für die erste Tranche, Rohbau, Fassade, Dach und Haustechnik. Der Baubeginn ist für Ende des ersten Quartals 2009 vorgesehen. Es wird mit einer Bauzeit von ca. 18 Monaten gerechnet.

In einer gemeinsamen Sitzung haben der Bau- und Umweltausschuss sowie der Kultur-, Sport- und Verwaltungsausschuss am Dienstag dem Gemeinderat empfohlen, den Neubau einer zentralen Feuerwache und eines neuen Betriebshofes zu realisieren. Die Gesamtkosten des Projekts liegen bei 10,975 Mio. €, wovon noch ein Zuschuss des Landes Baden-Württemberg über 588.000 € für die Feuerwehr abgezogen werden kann. Mit Energie versorgt wird das Gebäude aus der Nutzung des oberflächennahen Grundwassers. In Kombination mit einer Solaranlage gelingt es, das Gebäude ganzjährig zu heizen, im Sommer eine passende Kühlung herbeizuführen und das Brauchwasser auf die notwendigen Temperaturen zu erhöhen. Der Beschluss über die Installation einer Photovoltaikanlage wird erst in einem Jahr getroffen.



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