Ötlingen

Hoch oben auf dem Rücken des Tüllinger Berges - dort, wo er sich sanft in Richtung Kandertal wieder absenkt - liegt Ötlingen, der Stadtteil von Weil am Rhein, der seine historisch gewachsene, dörfliche Substanz am reinsten erhalten konnte. Der Eingemeindungsvertrag mit der Stadt Weil am Rhein wurde 1971 unterzeichnet. In einem Zusatzabkommen bekam Ötlingen eine eigene Ortschaftsverfassung, die zahlreiche Entscheidungsbefugnisse im Dorf belässt. Entscheidende Impulse für den Erhalt des wertvollen, denkmalgeschützten Ortsbilds wurden durch die »Dorfentwicklung «, ein Sanierungsprogramm des Landes, gegeben. Mit dessen Hilfe gelang es, weite Teile der aus dem 16. und 17. Jahrhundert stammenden Architektur so zu sanieren, dass Ötlingen, als preisgekröntes Musterdorf des südlichen Markgräflerlands, weit über Weil am Rhein hinaus bekannt wurde.

Panoramaansicht von Ötlingen

Der Weinbau, die ausgedehnte Rebfläche in der südlichen Bergkehle unterhalb des Dorfes, bestimmt noch immer den Grundcharakter Ötlingens. Die Zeiten freilich, in denen die Landwirtschaft der Haupterwerb der Bevölkerung war, sind längst vorbei. Ötlingen gilt als einer der beliebtesten Wohnorte der Stadt. Ein Neubaugebiet schließt sich an den Dorfkern im Norden an. Um in Ötlingen auch in Zukunft Wohnmöglichkeiten bieten zu können, denkt man daran, die großen, zum Teil leerstehenden Scheunen am nördlichen Dorfrand umzubauen und durch stilgerechte Neubauten zu ergänzen. Berühmt in der ganzen Stadt: Die »Ochsen«Terrasse mit dem Blick weit über die Basler Bucht. Ein Höhepunkt für Weil am Rhein.

 

Quellenangabe

Weil am Rhein
Rolf Frei
Raimund kagerer
Fred Sepaintner
Verlag Stadler Konstanz
Erschienen 1991
ISBN: 3-7977-0253-1

Cover des Bildbandes Weil am Rhein

Weitere Informationen

Die Ortsverwaltung Ötlingen im Behördenwegweiser